Bluttat mit Pfeil und Bogen 

Unter den Opfern von Kongsberg ist auch eine Deutsche

Bei der Bluttat von Kongsberg wurden fünf Menschen getötet, darunter auch eine Frau aus Deutschland.
Bei der Bluttat von Kongsberg wurden fünf Menschen getötet, darunter auch eine Frau aus Deutschland.
© aftonbladet/dpa/Collage RTL

16. Oktober 2021 - 21:36 Uhr

52-Jährige Deutsche stirbt in Kongsberg

Nach der Gewalttat im norwegischen Kongsberg mit fünf Toten hat das Auswärtige Amt auf Anfrage der Deutschen Presseagentur bestätigt, dass unter den Opfern auch eine Deutsche ist. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Opfern eine seit längerem in Norwegen lebende deutsche Staatsangehörige ist", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Weitere Details zu Alter oder Lebensumständen der Frau nannte er nicht. Auch die Identitäten der anderen Toten sind laut der norwegischen Polizei inzwischen geklärt.

Das sind die Opfer von Kongsberg

Die Polizei veröffentlichte die Namen der Todesopfer. Die Angehörigen seien informiert, hieß es in der Mitteilung. Darunter befinden sich neben der Frau aus Deutschland, drei weitere Frauen und einen Mann. Die Opfer heißen Gun M. (78) Hanne E. (56), Liv B. (75), Gunnar S. (75) und Andrea M. (52). Wie genau die Opfer starben, wurde wegen der laufenden Ermittlungen noch nicht bekanntgegeben.

Andrea M. stamme ursprünglich aus Hamburg, erzählte ein Nachbar der Zeitung "Aftenposten". Sie sei eine starke, verantwortungsbewusste Frau gewesen. Die 52-Jährige ist das jüngste Todesopfer nach der Gewalttat von Kongsberg.

Astrid Røkeberg vertritt laut der Zeitung "Dagbladet" die Angehörigen der Opfer. Die Anwältin sagt der Zeitung, die Familien seien in Trauer und würden gerade eine schwere Zeit durchmachen.

Geschäft
Vor einem Geschäft, das in die Gewalttat in der norwegischen Kleinstadt Kongsberg verwickelt war, stehen Blumen und Kerzen. Foto: Terje Bendiksby/NTB/AP/dpa
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War der Täter von Kongsberg psychisch krank?

Ein 37-jähriger Däne hat eingeräumt, am Mittwochabend in der Innenstadt von Kongsberg unter anderem mit Pfeil und Bogen um sich geschossen zu haben. Die Polizei vermutet, dass der Täter psychisch krank ist. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann alleine gehandelt hat. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass er mit weiteren Personen im Kontakt gestanden habe, so Omholt weiter. Der Anwalt des mutmaßlichen Täters sagte dem norwegischen Sender TV2, er stimme den vorläufigen Ermittlungsergebnissen der Polizei zu. (dpa/jgr)