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Bitte um militärische Hilfe für die Ukraine: Wladimir Klitschko trifft Scholz, Baerbock und Lindner

"Der Angreifer, der Aggressor macht immer weiter"

Bitte um militärische Hilfe für die Ukraine: Wladimir Klitschko trifft Scholz, Baerbock und Lindner

Wladimir Klitschko ist nach Deutschland abgereist Für Gespräche um weitere Hilfe
00:45 min
Für Gespräche um weitere Hilfe
Wladimir Klitschko ist nach Deutschland abgereist

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Es ist ein Überraschungsbesuch: Wladimir Klitschko, der Bruder des Bürgermeisters von Kiew Vitali Klitschko ist in Berlin und dort hat er einen vollen Terminplan mit allerhand hochrangigen Politiker. Unter anderem mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock, Finanzminister Christian Lindner und Österreichs Kanzler Karl Nehammer hat er über weitere Hilfs- und Waffenlieferungen für die Ukraine gesprochen.

Bereits am Donnerstag hatte er sich dazu schon mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck getroffen.

"Wir haben schon viel bekommen, vor allem von Deutschland", sagte er im ZDF und bedankte sich. Allerdings sei dies nicht genug. "Der Angreifer, der Aggressor macht immer weiter", sagt er. Benötigt werden vom Westen Finanzhilfen, Lebensmittel, Medikamente, Waffen und eine wirtschaftliche Isolierung Russlands, so Klitschko.

Wladimir Klitschko mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer in Berlin.
Wladimir Klitschko mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer in Berlin.
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Klitschko: Ukraine kämpft um ihre Freiheit

„Die Gespräche sind gelaufen, jetzt muss es zu Taten kommen“, kommentierte Wladimir Klitschko die Gespräche im Interview mit dem Nachrichtensender „Welt“. Zum Teil sei es auch schon so weit. Er habe zwar keinen politischen Status, bei seinem Aufenthalt in Berlin aber fast alle getroffen, die in Schlüsselpositionen seien.

Der ehemalige Box-Weltmeister ist als Teil einer ukrainischen Delegation nach Berlin gereist, „um die ukrainischen Partner von der Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung und Hilfe für unser Land zu überzeugen“, wie sein Bruder Vitali auf seinem Instagram-Profil schreibt. Er betonte bei allen Treffen die Notwendigkeit weiterer Hilfe für die Ukraine, die derzeit um die Existenz ihres Staates und ihre Freiheit kämpft.

„In einem Gespräch mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer betonte Wladimir die Notwendigkeit, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen, insbesondere die Beendigung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Aggressor“, schreibt Vitali weiter.

Wladimir Klitschko hat bereits Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck getroffen

Wladimir Klitschko mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin.
Wladimir Klitschko mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin.
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Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben bei dem Treffen am Donnerstagmittag neben Minister Habeck und Wladimir Klitschko auch Oleksii Makieiev, Sonderbeauftragter des ukrainischen Außenministeriums für Sanktionspolitik und Halyna Yanchenko, Mitglied des ukrainischen Parlaments und Co-Vorsitzende der Ukrainisch-Deutschen Parlamentariergruppe teilgenommen.

Wladimir Klitschko im Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock in Berlin.
Wladimir Klitschko im Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock in Berlin.
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Wladimir Klitschko trifft Bundesfinanzminister Christian Lindner.
Wladimir Klitschko trifft Bundesfinanzminister Christian Lindner.
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Ankündigung des Treffens auf Twitter

Vitali Klitschko hatte die Reise seines Bruders zuvor bei Twitter verkündet. Er schrieb: „Freunde! Heute ist es sehr wichtig, alle Kräfte zu vereinen – sowohl in der Ukraine als auch, um die Position und Aktionen unserer Partnerländer zu festigen. Wladimir ist mit einer Delegation aus der Ukraine zu einem Treffen nach Deutschland abgereist.“ Die Delegation plant mindestens zwei Tage in Deutschland zu bleiben – zuvor hatte sie um mehrere Gespräche mit verschiedenen Ministern gebeten.

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„Ich bin nach Deutschland gekommen, um die ukrainische Delegation zu unterstützen"

Vitali Klitschko schreibt dazu bei Twitter: „Zur politischen Unterstützung der Ukraine, zur wirtschaftlichen, humanitären und militärischen Hilfe für unseren Staat sind Treffen mit hochrangigen Politikern Deutschlands geplant.“

Gegenüber der „Bild“ sagte Wladimir Klitschko nach seiner Ankunft: „Ich bin nach Deutschland gekommen, um die ukrainische Delegation zu unterstützen bei politischen Gesprächen in Berlin. Es geht um weitere Hilfe für die Ukraine in einer dramatischen Situation für unser Land. Wir sind dankbar für die geleistete Hilfe, brauchen aber im Krieg gegen die russische Armee dringend sowohl noch mehr humanitäre als auch militärische Unterstützung.“ (lgr/khe/eku/sst)