Die Spiele in Tokio rücken einen Schritte näher

BioNTech/Pfizer spendet Impfstoff für alle Olympiastarter

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender des in Mainz ansässigen Unternehmens BioNTech
Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender des in Mainz ansässigen Unternehmens BioNTech
© REUTERS, RALPH ORLOWSKI, ror/

06. Mai 2021 - 15:59 Uhr

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Tolle Nachrichten für alle Olympioniken: Das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer und spenden allen Teilnehmern an den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio Corona-Impfstoff – heißt: Athletinnen, Athleten, Trainerinnen und Betreuer werden vorab geimpft.

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Abstimmung mit den Nationalen Olympischen Komitees

Dazu werden sich BioNTech/Pfizer und das Internationale Olympische Komitee IOC mit den Nationalen Olympischen Komitees auf der ganzen Welt abstimmen, um den lokalen Bedarf an Impfstoffdosen für nationale Olympia-Delegationen zu ermitteln und zu decken, hieß es in einer Mitteilung des IOC.

Bei den Olympischen Spielen in Japans Metropole wird mit rund 11.000 Sportlerinnen und Sportlern gerechnet, bei den Paralympics mit mehr als 4000. Hinzu kommt eine große Zahl an Trainern und Betreuern.

Auslieferung der ersten Dosen Ende Mai

ARCHIV - 04.03.2020, Schweiz, Lausanne: Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), spricht während einer Pressekonferenz nach der Vorstandssitzung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Olympischen Haus.  (zu dp
IOC-Präsident Thomas Bach: "Ein Zeichen unserer Solidarität gegenüber den geschätzten japanischen Gastgebern."
© dpa, Jean-Christophe Bott, jcb nwi nic

Für IOC-Präsident Thomas Bach ist die Impfstoffspende von BioNTech/Pfizer ein wichtiger Schritt in Richtung großes Ziel: die geplante Austragung der Spiele. "Diese Impfstoff-Spende ist Teil unserer Maßnahmen, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio für alle Teilnehmer sicher zu gestalten", sagte Bach, "es ist zudem ein Zeichen unserer Solidarität gegenüber den geschätzten japanischen Gastgebern."

"Die Auslieferung der ersten Dosen an die teilnehmenden Delegationen soll nach Möglichkeit Ende Mai beginnen, um sicherzustellen, dass die Delegationen die zweiten Dosen vor der Ankunft in Tokio erhalten", teilte das IOC mit. Der Termin Ende Mai ist der spätestmögliche. Um einen vollständigen Schutz gegen das Virus zu erreichen, werden zirka sechs bis sieben Wochen benötigt. Dies würde Mitte Juli bedeuten. Die Olympischen Spiele sollen am 23. Juli beginnen, die Paralympics am 24. August.

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Bach: Sportler sollen mit guten Beispiel vorangehen

Diese gespendeten Impfdosen würden zusätzlich zu denen bereitgestellt, die im Rahmen von Vereinbarungen mit Regierungen weltweit geliefert werden, hieß es von Seiten des IOC. Die Versorgung der nationalen Bevölkerungen mit Covid-19-Dosen werde durch die Spende nicht beeinträchtigt.

Bach forderte die Sportlerinnen und Sportler auf, von dem Angebot Gebrauch zu machen. "Wir ermutigen die Athleten und teilnehmenden Delegationen, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich impfen zu lassen, wo und wann immer dies möglich ist", erklärte der Fecht-Olympiasieger von 1976, "durch die Impfung können sie die starke Botschaft senden, dass es beim Impfen nicht nur um persönliche Gesundheit geht, sondern auch um Solidarität und Rücksichtnahme auf das Wohlergehen anderer in der Gesellschaft."

Deutschland impft bereits seine Olympioniken

Besonders erfreut dürfte das NOK Japans über die Neuigkeit des IOC sein. Denn die Sportlerinnen und Sportler aus dem Gastgeberland galten bislang nicht als priorisiert, eine vorherige Impfung war daher noch nicht vorgesehen.

Zahlreiche andere Ländern haben dagegen bereit vor der Ankündigung von Pfizer/BioNTech damit begonnen, ihre Olympiasportlerinnen und -sportler zu impfen. In Deutschland hat diese Kampagne am vergangenen Montag begonnen und soll sich zunächst über zwei Wochen erstrecken. Später dann erfolgt im gleichen Zeitraum die für den völligen Schutz notwendige zweite Impfung.

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