Sauberkeit ja - Keimfreiheit nein

Babyhygiene: Wie gefährlich ist Schmutz für das Baby?

Schmutzige Hände beim Kind: Für viele Eltern ein erschreckender Anblick. Aber keine Sorge - solange eine gewisse Grundsauberkeit in der Umgebung gegeben ist, ist etwas Dreck kein Problem und kann das Immunsystem des Kindes stärken.
Schmutzige Hände beim Kind: Für viele Eltern ein erschreckender Anblick. Aber keine Sorge - solange eine gewisse Grundsauberkeit in der Umgebung gegeben ist, ist etwas Dreck kein Problem und kann das Immunsystem des Kindes stärken.
© iStockphoto

16. September 2020 - 10:17 Uhr

Wie viel Sauberkeit ist gut für das Baby?

Dass sich ein Baby in einer verdreckten Wohnumgebung nicht gut entwickeln kann, sagt der gesunde Menschenverstand. Trotzdem ist es aber nachteilig, die Umgebung klinisch rein zu halten, denn so kann sich das Immunsystem nicht auf die Umwelt einstellen und sich weiterentwickeln. Wie viel Schmutz verträgt ein Baby also wirklich – und vor welchen Schmutzquellen sollte es geschützt werden?

Sauberkeit ja – Keimfreiheit nein

Hygiene beim Baby ist ohne Frage wichtig. Krankheitserreger sollten Sie bekämpfen, indem Sie sich vor und nach dem Wickeln die Hände waschen, die Flaschen sterilisieren und die Wohnumgebung in sauberem Zustand halten. Das heißt jedoch nicht, dass Sie von nun an die Böden desinfizieren sollen. Ganz im Gegenteil: Eine ganz gewöhnlich geputzte Wohnung ist völlig ausreichend. Das Baby soll nicht in einer Umgebung aufwachsen, die sauberer als der Alltag eines Erwachsenen ist. Andernfalls kann sich das Immunsystem nicht richtig auf die Realität in der Außenwelt einstellen.

Welcher Schmutz ist fürs Baby gefährlich?

Schmutz für das Baby darf also sein. Aber wie viel? Sie können nach folgender Faustregel vorgehen: Sind mutmaßlich Keime und Krankheitserreger in der Schmutzquelle enthalten? Dann halten Sie Ihr Baby möglichst fern davon. Beispiele dafür sind Hundekot, Pfützen mit Algenbildung oder Essensreste, die nicht mehr ganz frisch sind. Schließlich würden Sie all das auch selbst nicht freiwillig anfassen und Ihr eigener Maßstab ist auch richtig fürs Baby.

Will ihr Baby, wenn es etwas älter ist, im Matsch spielen? Es krabbelt auf dem Fußboden, den Sie zuletzt vor einer Woche gereinigt haben? Oder es bekommt getragene Wäsche in die Finger? All das ist völlig harmlos und stärkt das Immunsystem.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Desinfektion, Dampfreinigung und Co. – was muss sein?

Ein desinfizierendes Reinigungsmittel für keimbelastete Bereiche des Haushalts wie die Toilette ist durchaus sinnvoll, besonders wenn im Haushalt ein kleines Baby lebt. Auch die Badewanne und andere Bereiche, in denen sich das Baby häufig aufhält, sollten zumindest in der ersten Zeit sehr sauber gehalten werden. Es gibt Dampfreiniger, mit denen Sie eine nahezu vollständige Keimfreiheit erreichen. Ob Sie das wirklich brauchen, hängt von der Menge an Schmutz in Ihrem Haushalt ab.

Die besten Dampfreiniger haben wir im großen RTL.de Dampfreiniger-Test für Sie verglichen.

Wenn Sie eine Freigängerkatze besitzen, kann ein Dampfreiniger sinnvoll sein. Wenn auf dem Boden aber nur Sie laufen und keine Tiere, schadet der haushaltsübliche Schmutz nicht. Mit Desinfektionsmitteln gehen Sie sogar ein Risiko ein – zu viel davon macht Keime resistent. Überlegen Sie sich daher, ob Sie ein hochwirksames Reinigungsmittel wirklich brauchen oder ob es altbewährte Mittel auch tun.