FDP-Gesundheitspolitikerin im "Frühstart"

"Sind guter Dinge, das Impftempo weiter zu erhöhen"

28. Oktober 2021 - 9:43 Uhr

Aschenberg-Dugnus (FDP) verteidigt das Ende der epidemischen Notlage

Die Ampel-Parteien wollen die epidemische Notlage nicht verlängern – und das trotz steigender Corona-Infektionszahlen und einer steigenden Belastung der Krankenhäuser. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Christine Aschenberg-Dugnus, verteidigt die Entscheidung. "Wir ignorieren nicht, dass das Virus noch vorhanden ist. Aber wir sind in einer anderen Situation als noch vor anderthalb Jahren."

Die Gesundheitspolitikerin weist dabei vor allem auf den Impffortschritt hin. Darüber hinaus, müsse die Corona-Lage regional unterschiedlich bewertet werden, so die FDP-Politikerin weiter. "Wir haben unterschiedliche Situationen in den Ländern", sagt Aschenberg-Dugnus und nennt als Beispiel ihr Heimatland Schleswig Holstein. Dort seien die Inzidenz und die Hospitalisierungsrate sehr niedrig. "Da muss ein Land wie Schleswig-Holstein natürlich anders beurteilt werden als zum Beispiel Bayern, die ganz andere Zahlen haben."

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"Müssen jetzt impfen, impfen, impfen"

Der Kompromiss der Ampel-Parteien sieht vor, dass nach dem Ende der Notlage eine befristete Übergangslösung für die Länder greifen soll. Aschenberg-Dugnus betont, dass die damit verlängerten Corona-Maßnahmen dann aber auch spätestens im Frühjahr auslaufen sollen: "Wir haben gemeinsamen beschlossen, den Ländern bis zum 20. März 2022 etwas an die Hand zu geben. Aber danach ist es vorbei!" Die Länder können demnach noch bis März Maßnahmen wie die Maskenpflicht, die Anwendung der 3G-Regel sowie die Abstandshaltung im öffentlichen Raum anordnen.

Auf die Frage, ob diese Punkte zur Bekämpfung einer neuen Corona-Welle ausreichen würden, antwortet Aschenberg-Dugnus: "Das reicht aus. Aber wir müssen jetzt impfen, impfen, impfen!" Daher hätten sich FDP, SPD und Grüne darauf geeinigt, die Impfkampagne neu angehen zu wollen. Man müssen genau schauen, wer sich nicht impfen lässt und diese Menschen dann direkt adressieren, so Aschenberg-Dugnus. "Da reicht es nicht aus, wenn wir die Ärmel-Hoch-Kampagne weiterführen. Sondern wir müssen mit Streetworkern, Influencern und den Menschen sprechen, die in den Communities etwas zu sagen haben", so die FDP-Gesundheitspolitikerin und sagt weiter: "Das werden wir jetzt auf den Weg bringen und sind guter Dinge das Impftempo so weiter erhöhen zu können."

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