Günzburg: Unglück auf "Feuerdrache"

Achterbahn-Unfall im Legoland: Zehn Kinder unter den 31 Verletzten

Achterbahnunfall im Legoland Günzburg - viele Verletzte! Zug bremst stark ab, nächster kracht rein
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Zug bremst stark ab, nächster kracht rein
Achterbahnunfall im Legoland Günzburg - viele Verletzte!

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Mindestens 31 Menschen sind bei einem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg verletzt worden, einer von ihnen schwer. Zuvor war von 34 Verletzten die Rede gewesen. Ein Polizeisprecher sagte, ein Achterbahnzug habe stark abgebremst, ein weiterer Zug sei diesem aufgefahren. Die Verletzten hätten unter anderem Prellungen und Schürfwunden erlitten. Bei den Verletzten handelt es sich um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene.

Neben dem Logo am Eingang zum Legoland ist eine Achterbahn zu sehen. Bei dem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mindestens 34 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer.
Bei dem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mindestens 34 Menschen verletzt worden
puc, picture alliance/dpa, Stefan Puchner

„In den beiden Zügen waren insgesamt 38 Fahrgäste, 31 davon wurden verletzt“, teilte Legoland-Sprecherin Kathrin Stadlmayr mit. 14 Menschen seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Der oder die Schwerverletzte sei nicht lebensbedrohlich verletzt. Es handele sich hierbei nicht um ein Kind.

Zum Unfall der Bahn „Feuerdrache“ sagte Polizeisprecher Dominic Geißler: „Der eine Zug, der ordnungsgemäß gehalten hat, hat nicht im Bereich des Bahnhofs gehalten, wo die Personen normalerweise ein oder aussteigen, sondern mehr oder weniger im ersten Stock oben quasi, und in der Folge ist der zweite Zug dann aufgefahren.“ .

Bei dem Crash sei weder ein Waggon entgleist noch seien Menschen herausgestürzt. Die genaue Ursache für den Zusammenstoß ist noch unklar, die Polizei will jetzt unter anderem Videoaufzeichnungen sichten.

Während Notärzte und Sanitäter die zahlreichen Verletzten versorgen, blieb der Park abgesehen von dem Bereich um die Unfallstelle geöffnet.

Viele Besucher bekamen von dem Achterbahn-Unfall gar nichts mit

11.08.2022, Bayern, Günzburg: Ein Feuerwehrfahrzeug fährt an der Zufahrt zum Legoland vorbei. Bei einem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mindestens 34 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Foto: Stefan Puch
Feuerwehrfahrzeug an der Zufahrt zum Legoland vorbei.
puc, dpa, Stefan Puchner

Besucher erzählen später, sie hätten von dem Unfall zunächst überhaupt nichts mitbekommen. Ein Pärchen erzählt im RTL-Interview, sie seien nur durch einen Anruf der Mutter des jungen Mannes aufmerksam geworden. Daraufhin hätten sie gegoogelt, was passiert sei. Es habe keine Durchsage oder ähnliches gegeben, in anderen Bereichen des Geländes habe der übliche Trubel geherrscht, sagten andere Parkbesucher.

Die Achterbahn „Feuerdrache“ führt zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Im Verlauf der Fahrt geht es dann an der frischen Luft über eine Strecke mit Gefällen und einigen Kurven.

Achterbahn ist mit knapp 30 Stundenkilometern unterwegs

Rettungshubschrauber sind auf einem Feld in der Nähe von Legoland zu sehen. Bei dem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mindestens 34 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer.
Rettungshubschrauber auf einem Feld in der Nähe von Legoland in Günzburg
puc, picture alliance/dpa, Stefan Puchner

Nach Parkangaben fährt die Achterbahn bis zu acht Meter pro Sekunde schnell, was rund 29 Kilometern in der Stunde entspricht.

Am vergangenen Samstag hatte es in einem Freizeitpark in Klotten an der Mosel in Rheinland-Pfalz einen tödlichen Vorfall bei einer Achterbahnfahrt gegeben. Eine 57-jährige Frau war aus der fahrenden Attraktion gestürzt. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Warum die Frau aus der Achterbahn stürzte, ist noch unklar. (dpa; uvo)