Muslimische Familie mit Pick-Up überfahren

4 Tote nach Amokfahrt in Kanada - Motiv war Rassismus

08. Juni 2021 - 7:52 Uhr

"Eine vorsätzliche und von Hass motivierte Tat"

Nach der Amokfahrt eines 20-Jährigen in Kanada mit vier Toten geht die Polizei von einem rassistischen Tatmotiv aus. "Wir glauben, dass die Opfer wegen ihres islamischen Glaubens ins Visier genommen wurden. Es gibt Beweise dafür, dass dies eine geplante, vorsätzliche und von Hass motivierte Tat war.", sagte der örtliche Polizeichef Steve Williams im Ort London (Ontario) am der Zeitung "Global News" zufolge.

Angriff in Kanada: Drei Erwachsene und 15-Jährige starben

Diese Familie starb bei dem rassistischen Angriff.
Diese Familie starb bei dem rassistischen Angriff.
© Twitter, https://twitter.com/SamanSSiddiqui

Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntagabend in London unweit von Toronto ereignet. Dabei hatte der 20-jährige Fahrer eines Pick-Up-Trucks fünf Mitglieder einer muslimischen Familie auf dem Gehweg angefahren, war dann geflüchtet und konnte später rund sieben Kilometer entfernt festgenommen werden. Eine 74 Jahre alte Frau, ein 46 Jahre alter Mann, eine 44 Jahre alte Frau und ein 15 Jahre altes Mädchen starben bei der Attacke, nur ein Neunjähriger überlebte schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde wegen vierfachen Mordes und einfachen versuchten Mordes angeklagt. Es gebe keine bekannte Verbindung zwischen ihm und der Opferfamilie, hieß es.

(dpa/mca)