Mercedes-Star macht Freitag zum Feiertag

Die Wüsten-Power ist mit Lewis Hamilton

Lewis Hamilton holt sich in Saudi-Arabien den Tagessieg
Lewis Hamilton holt sich in Saudi-Arabien den Tagessieg
© Imago Sportfotodienst

03. Dezember 2021 - 20:24 Uhr

Highspeed-Hengst Hamilton

Lewis Hamilton nimmt sich in Saudi-Arabien weiter die Freiheit – nicht nur meinungstechnisch, sondern auch geschwindigkeitstechnisch. Wie schon in der Auftaksession fräste der Mercedes-Pilot auf dem nagelneuen Highspeedkurs in Dschidda im 2. Freien Training die Bestzeit in den Asphalt. Für den WM-Rivalen Max Verstappen reichte es nur zu Platz 4. Auffällig: Der Red Bull hatte immer wieder Balance-Probleme. Glück im Unglück hatte Chalres Leclerc. In Kurve 22 schmetterte der Monegasse seinen Ferrari gegen die Seitenplanken – unverletzt stieg er aus dem roten Schrotthaufen aus.

Verstappen zwei Zehntel langsamer

Mit 1:29,018 Minuten war Hamilton dabei sieben Zehntelsekunden flotter als noch im ersten Training und deutete an, dass sich Verstappen im vorletzten Saisonrennen auch auf den Kopf stellen kann: Weltmeister wird der Niederländer am Sonntag (ab 17.15 Uhr LIVE bei RTL und RTL+) zumindest noch nicht! Zumal der Brite auch bei den Longruns die Zeiten diktierte – hervorragendes Omen für das Rennen aus Sicht Hamiltons. "Wenn man den Rhythmus findet, ist die Strecke toll zu fahren", sagte Hamilton bei Sky: "Wir haben einiges versucht heute. Wir sehen schnell aus auf einer Runde. Es wird eine Aufgabe, die Reifen im Griff zu haben."

Stark präsentierte sich auch der scheidende Schwarzpfeil-Wingman Valtteri Bottas. Mit sechs Hundertstelsekunden Rückstand auf Hamilton wurde der Finne Zweiter vor Pierre Gasly, der seinen AplphaTauri auf den dritten Rang steuerte. Verstappen war als Vierter fast zwei Zehntelsekunden langsamer als Hamilton.

Leclerc schlägt hart ein

Kurz vor Schluss dann eine Schrecksekunde. In Kurve 22 drehte sich Leclercs Ferrari und schlug mit hoher Geschwindigleit in die Schaumstoff-Barrieren ein. Vor allem die Kurven 22 und 23 auf dem Jeddah Corniche Circuit sind stark crashgefährdet. Nach der Roten Flagge wurde die Session nicht wieder fortgesetzt. Leclerc wurde zur obligatorischen Beobachtung ins Medical Center gebracht. Er stieg jedoch selbstständig aus seinem Boliden – unverletzt. Die Ärzte gaben wenig später Grünes Licht für Leclercs Einsatz am Samstag, wie die Scuderia mitteilte.

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Und Schumacher hat ein Barcode-Problem

Einen kuriosen, aber harmlosen Zwischenfall gab es bei Mick Schumacher: Der Haas-Pilot polierte mit seinen Gummis zwischendurch die Seitenbegrenzung und hobelte sich dabei den Barcode seiner rechten Reifen ab. In mühseliger Kleinarbeit konnten die Techniker sich aber noch die Produktnummer notieren. Ansonsten war alles beim Alten im Haas-Lager. Wie schon im 1. Freien Training war Schumacher schneller als Stallgefährte Nikita Mazepin. In der Auftaktsession waren es zwei Sekunden, in der zweiten eine Sekunde. Am Ende reichte es aber auch nur zu Platz 18 – zwei Positionen hinter Sebastian Vettel im Aston Martin. (mli)