Alte Wetterweisheit im CheckSchnee an Heiligabend? Diese alte Bauernregel will es jetzt schon wissen

Schneeflocken an Heiligabend oder doch wieder grüne Wiesen?
Für viele ist es die schönste Vorstellung überhaupt: eine verschneite Weihnacht. Und ausgerechnet der 21. Oktober soll schon jetzt verraten, wie die Chancen stehen. Eine alte Bauernregel macht daran nämlich eine klare Ansage fest. Doch wie viel ist wirklich dran?
Schnee an Weihnachten? Das sagt die Bauernregel zum Ursulatag
Der 21. Oktober ist der Ursulatag. Und um dieses Datum rankt sich eine Wetterweisheit, die seit Generationen weitergegeben wird: „Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.“ Die Logik dahinter ist simpel: Scheint am 21. Oktober die Sonne, soll es vor Weihnachten kaum Schnee geben. Wer sich also eine weiße Bescherung wünscht, müsste nach dieser Regel auf einen möglichst trüben Ursulatag hoffen.
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Schon früher versuchten Menschen, aus dem Herbstwetter auf den Winter zu schließen. So entstanden zahlreiche Bauernregeln, die bestimmte Wetterlagen mit späteren Entwicklungen verknüpfen. Auch der Ursulatag gehört dazu.
Kann ein Oktobertag wirklich den Winter verraten?
Doch was ist nun wirklich dran an der Bauernregel? RTL-Wetterexperte Martin Pscherer winkt ab: „Mit Bauernregeln ist es ja generell so eine Sache, bei manchen mag die Trefferquote noch über 50 Prozent liegen. Die Schneevorhersage an einem Tag im Oktober festzumachen ist aber nicht möglich, sondern mehr Spielerei.” Hinzu komme, dass mit dem Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für Schnee ohnehin sinkt. Für eine halbwegs verlässliche Aussage zum Weihnachtsschnee sei es jetzt schlicht noch viel zu früh.
Einen Faktor gibt es immerhin, der diesen Winter besonders macht: El Niño. Bei diesem Klimaphänomen erwärmt sich das Wasser im tropischen Pazifik ungewöhnlich stark und beeinflusst dadurch das Wetter weltweit. Dieses Jahr fällt es laut der US-Wetterbehörde NOAA womöglich so stark aus wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Was das für Deutschland bedeutet, ist aber offen. Erste Langfrist-Berechnungen deuten eher auf einen milden Dezember hin.

Weiße Weihnachten: Ab wann weiß man es wirklich?
„Anfang Dezember kann man schon mal anfangen zu spekulieren und zwei Wochen vorher erste vorsichtige Prognosen wagen”, so RTL-Wetterexperte Martin Pscherer. Je nach Wetterlage kann die Vorhersage dann schon verlässlicher sein. In den meisten Fällen bleibt es aber bis wenige Tage vorher spannend, teils sogar bis zum Schluss, ob wir wirklich weiße Weihnachten bekommen.
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Und ein milder Dezember heißt noch lange nicht, dass Weihnachten schneefrei bleibt. Diplom-Meteorologe Dominik Jung bringt es auf dem Portal wetter.net auf den Punkt: „Für Schnee unterm Tannenbaum reichen schon zwei, drei kalte Tage zur richtigen Zeit.“ Entscheidend ist also, ob ausgerechnet rund um Heiligabend kalte Luft und Niederschlag zusammentreffen.
Wer morgen trotzdem in den Himmel schauen will: nur zu! Verlassen sollte man sich auf das Ergebnis aber besser nicht.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, heute.at, wetter.net


