Urteil gefallenLange Haft für „Ketamin-Königin”! Sie verkaufte an Matthew Perry (†54)

Tod von Matthew Perry: Drohen gleich mehrere Verhaftungen?
„Friends”-Liebling Matthew Perry wurde nur 54 Jahre alt.

Knaststrafe für Dealerin!
2023 wurde „Friends”-Star Matthew Perry mit einem Narkosemittel in seinem Blut tot aufgefunden. Eine Drogenlieferantin hatte ihn mit Ketamin versorgt. Jetzt muss sie für viele Jahre ins Gefängnis!

15 Jahre Haft für die Dealerin

Im Todesfall von „Friends”-Star Matthew Perry (1969–2023) ist ein weiteres Urteil gefallen: Jasveen Sangha, bekannt unter dem Spitznamen „Ketamin-Queen”, ist zu 15 Jahren Bundesgefängnis sowie drei Jahren Bewährung verurteilt worden. Die 42-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr in fünf Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter der Verkauf von Ketamin mit Todesfolge. Seit ihrer Festnahme im August 2024 befindet sie sich in Untersuchungshaft. Die Verteidigung argumentierte, dass sie damit bereits ausreichend Zeit hinter Gittern verbracht habe.

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Im Video: Matthew Perrys Arzt bekennt sich schuldig

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Mit Ketamin versorgt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Dealerin Perry in den Wochen vor seinem Tod über einen Mittelsmann mehr als 50 Dosen Ketamin verkauft. Am Tag seines Todes soll Perrys Assistent dem Star auf dessen Wunsch mindestens drei Dosen verabreicht haben.

Als die Todesnachricht viral ging, habe die Frau ihre Helfer aufgefordert, alle SMS-Nachrichten über die Beschaffung zu löschen und Spuren zu verwischen. In ihrem Haus in North Hollywood seien große Mengen verschiedener Drogen, darunter auch Methamphetamin und Ecstasy, gefunden worden. Sangha betrieb ihr Geschäft laut Staatsanwaltschaft mindestens seit 2019 von ihrer Wohnung aus, die als Lager, Verpackungsstätte und Verkaufspunkt für Ketamin und Methamphetamin diente.

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Auch die Angeklagte spricht im Gerichtssaal

Angehörige und Freunde von Perry wohnten der Verkündung der Strafe im Gericht bei. Der Stiefvater des Schauspielers, Keith Morrison, sprach laut der Los Angeles Times über den schweren Verlust und die tiefe Trauer um Perry. Die Dealerin habe wissentlich einen Suchtkranken mit Drogen versorgt, sagte Morrison bei der Anhörung.

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Auch die Angeklagte ergriff das Wort und entschuldigte sich für ihr Vorgehen. Sie sei zutiefst beschämt, sagte die Frau laut US-Medienberichten. Sie selbst habe Suchtprobleme gehabt, habe aber seit ihrer Festnahme den Drogen abgeschworen. Bei der 42-Jährigen, die einen amerikanischen und einen britischen Pass besitzt, kamen weitere Umstände erschwerend hinzu. Sie hatte eingeräumt, im Jahr 2019 einem Kunden vier Fläschchen Ketamin verkauft zu haben. Das Opfer starb wenige Stunden später an einer Überdosis.

USA: Noch mehr Menschen sind angeklagt

Neben der Drogenlieferantin waren nach Perrys Tod auch zwei Ärzte, ein Assistent und ein Bekannter des Schauspielers festgenommen worden. Sie sollen unter anderem seine Suchtprobleme ausgenutzt haben, um sich zu bereichern. Einer der Ärzte erhielt im vorigen Dezember zweieinhalb Jahre Haft, sein Kollege wurde zu acht Monaten Hausarrest verurteilt. Die Strafen für die weiteren zwei Angeklagten stehen noch aus.

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Tod im Whirlpool

Perry war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Ermittler gaben später bekannt, sein Tod sei durch die Auswirkungen von Ketamin verursacht worden.

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Mit der zwischen 1994 und 2004 in den USA produzierten TV-Serie Friends über sechs junge Freunde in New York – an der Seite von Courteney Cox, Matt LeBlanc, Jennifer Aniston, Lisa Kudrow und David Schwimmer – wurde Perry weltweit bekannt.

Kampf gegen die Sucht

Der Schauspieler hatte öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen und in seiner Autobiografie „Friends, Lovers and the Big Terrible Thing” darüber geschrieben. Berichten zufolge war er wegen Depressionen und Angstzuständen in Behandlung, auch durch eine Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.

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Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel. Ebenso können Menschen mit therapieresistenten Depressionen unter bestimmten Voraussetzungen mit Ketamin behandelt werden. Manche Partygänger nutzen das Mittel auch als illegale Clubdroge. (anr)

Verwendete Quellen: Spot on, dpa