Die Berliner Polizei warntUnfassbar, was gerade als Gratis-Probe in Briefkästen landet

Briefkästen in einem Mehrfamilienhaus
Jetzt gibt es Drogen-Gratis-Proben in Briefkästen
Soeren Stache/dpa
von Philipp Petersdorff

Berlins Drogendealer werden immer dreister.
Seit Jahren machen Dealer offen und meist ungestraft Werbung für ihr Geschäft. QR-Codes auf Laternen oder Visitenkarten in Kneipen – ein Klick und wenig später werden Koks, Ecstasy und andere Drogen nach Hause geliefert, als ob es eine Amazon-Bestellung sei. Jetzt warnt die Berliner Polizei vor einer neuen Masche.

Kinder besonders gefährdet

„Drogen im Briefkasten. So handelt Ihr richtig.” Mit diesen Worten warnt die Berliner Polizei auf Instagram vor Gratis-Päcken mit Kokain, Ecstasy, Haschich, Ketamin und anderen Drogen. Kriminelle verteilen sie in Berliner Briefkästen.

Aufgrund der bunten Aufmachung sprächen die Päckchen leider auch Kinder an. Die Gefahr, dass sie die Drogen versehentlich einnähmen, sei groß. Eltern sollten deshalb besonders aufmerksam sein.

Das solltet ihr im Notfall tun

„Wenn ein Kind versehentlich etwas isst, müsst ihr sofort handeln”, schreibt die Polizei. Die Charité bietet unter der Nummer 030-30 192 40 einen Giftnotruf an. Aber auch ein Notruf unter 112 sei gerechtfertigt.

Die Polizei betont ausdrücklich, dass es nicht nur verboten ist, Werbung für Drogen zu machen, es ist auch verboten, sich auf Anzeigen dieser Art zu melden.

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Drogenhandel in Berlin völlig enthemmt

In Berlin ist es kinderleicht, für Käufer an illegale Drogen zu kommen. Neben offenen Szenetreffs läuft der Handel zunehmend über sogenannte Drogentaxis. Per Messenger oder Telefon werden Kokain, Cannabis oder andere Drogen bestellt und direkt an den Wunschort geliefert. Für viele Berliner besonders irritierend: In einigen Stadtteilen werben Dealer ganz offen mit Aufklebern, Graffiti oder QR-Codes für ihre Dienste – und der Handel wirkt auf viele Beobachter, als finde er nahezu ungestört und ungestraft statt.

Verwendete Quellen: Polizei Berlin, eigene RTL-Recherchen