TV-Richterin über Liebe, Erfolg und ihr zweites Zuhause„Ich spiele mich!“ Barbara Salesch verrät das Geheimnis hinter 27 Jahren TV-Erfolg

Sie macht immer kurzes Prozess!
Seit 27 Jahren ist Barbara Salesch Deutschlands bekannteste TV-Richterin – und spielt dabei eigentlich gar keine Rolle. „Ich spiele mich“, sagt die 76-Jährige im RTL-Interview. Vor ihrem neuen Primetime-Fall spricht die echte Richterin exklusiv über ihren Erfolg, ihr Leben ohne Trauschein und ihr Hotelleben in Köln. Am Mittowochabend, 23. September, um 20.15 Uhr zeigt RTL „Barbara Salesch – Freier Fall in den Tod“, auf RTL+ ist es ebenfalls verfügbar.
Barbara Salesch war wirklich Richterin

Der neue Fall beginnt dramatisch: Die 25-jährige Luana Cortes stürzt aus dem vierten Stock eines Bürogebäudes und schlägt direkt neben den Gästen eines Cafés auf. Ein einflussreiches Unternehmer-Ehepaar steht anschließend wegen Totschlags vor Gericht. Zum Schlüssel könnte ein heimlich aufgenommenes Handyvideo der Toten werden, das nur wenige Minuten vor ihrem Tod plötzlich abbricht. Für Salesch bietet der Fall reichlich Stoff: „Es geht um Habgier, Sex, Machtmissbrauch, Erpressung“, erzählt sie im RTL-Interview.
Was vor allem jüngere Zuschauer vielleicht gar nicht wissen: Barbara Salesch spielt nicht einfach eine Juristin – sie ist eine. Bevor ihre TV-Karriere begann, arbeitete sie tatsächlich als Richterin. Und genau das unterscheidet sie bis heute von den Schauspielern, die ihr im TV-Gericht gegenübersitzen.
Video-Tipp: Barbara Salesch gesteht
„Ich bin die Richterin und fertig. Das bin ich mein ganzes Leben“, erklärt die Justiz-Expertin im RTL-Gespräch. Dann bringt sie ihr Erfolgsgeheimnis auf den Punkt: „Ich spiele mich.“ Ihr echter Beruf sei schließlich genau das gewesen, was sie heute vor der Kamera macht: „Ich spiele doch nur meinen Beruf und ich habe meinen Beruf geliebt.“
Und trotz aller Unterhaltung soll das, was bei Salesch im Gerichtssaal passiert, juristisch stimmen. „Alle meine Sendungen sind juristisch top korrekt“, sagt die gebürtige Karlsruherin. Eine trockene Jura-Vorlesung soll daraus natürlich trotzdem nicht werden. Doch wie schafft man es, jahrelang über echte Menschen und teilweise schwere Straftaten zu urteilen, ohne deren Schicksale mit nach Hause zu nehmen?
Salesch: „Das Urteil ist fertig – und es stehen auf dem Flur die Nächsten“
Saleschs Antwort zeigt, wie anders ihr echter Richterinnen-Alltag damals aussah. Ob sie nach einem Urteil noch verfolgt habe, was aus den Menschen wurde? Nein. „Das Urteil ist fertig. Und es stehen auf dem Flur die Nächsten.“ Ein Verfahren folgte auf das nächste: „Da haben Sie gar keine Zeit dafür.“
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Heute sind die Fälle zwar inszeniert – Saleschs Anspruch ist aber geblieben. Für den neuen Primetime-Fall arbeitet sie besonders intensiv. Rund drei Wochen beschäftige sie sich mit einem solchen Drehbuch, erklärt die 76-Jährige. Außerdem überarbeitet sie die Bücher selbst.
Warum Barbara Salesch nie geheiratet hat
Während Salesch beruflich seit Jahrzehnten über andere urteilt, fällt ihr Urteil über die Ehe ziemlich eindeutig aus. Barbara Salesch hat nie geheiratet. Warum eigentlich nicht? Schon die Frage sieht sie kritisch. Schließlich müsse heute niemand mehr erklären, warum er heirate – oder eben nicht. Für sich selbst wird sie trotzdem deutlich: „Das ist mir völlig wurscht. Ich tue es nicht. Ich brauch nicht heiraten.“ Auch Liebe braucht für sie keinen Trauschein: „Auch aus Liebe muss man nicht heiraten. Hauptsache, man versteht sich.“
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Barbara Saleschs zweites Zuhause in Köln
Privat lebt Salesch heute auf einem Bauernhof bei Petershagen in Westfalen. Für die Dreharbeiten führt ihr Weg allerdings regelmäßig nach Köln – und dort hat sie längst eine Art zweites Zuhause. Salesch übernachtet während der Produktion im Savoy Hotel. Das hat mit anonymem Hotelleben offenbar wenig zu tun: „Man kennt die Leute, die Mitarbeiter seit ewigen Zeiten. Man bekommt alles, was man braucht. Es ist sehr angenehm.“ erzählt sie.
Und selbst der ziemlich opulente Stil gefällt ihr. Besonders in der Weihnachtszeit: „Der Kitsch von dort kann mit meinem Weihnachtskitsch gut konkurrieren.“ Nach dem letzten Dreh geht es aber direkt wieder zurück auf den Bauernhof.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche
































