„Wir wissen, dass sie zu meinem Vater ging und vorschlug, die Hochzeit abzusagen, aber er konnte sich das nicht vorstellen.”
Bei der Hochzeit, über die Charles Spencer hier spricht, handelt es sich um die Hochzeit seiner verstorbenen Schwester Diana. Denn laut ihrem Bruder war ihr bewusst, dass König Charles sie nicht wirklich liebte.
„Diana hatte bereits ernsthafte Bedenken bezüglich all dessen, und sie erklärte, dass sie große Sorge hatte, dass ihr Ehemann, der sie liebte, sein Herz einer anderen Frau verschrieben hatte – und sie war gerade erst zwanzig geworden, in dem Monat.”
„Sie sagten, am Hochzeitstag, als Sie sie in ihrem Kleid sahen und sie sehr schön aussah, wirkte sie nicht wirklich glücklich und hat Ihnen das nicht gesagt, aber Sie haben später erfahren, dass Charles am Abend zuvor gesagt hatte: „Ich freue mich darauf, dich zu heiraten, aber ich bin nicht in dich verliebt, richtig?"
Earl Spencer sagt, er habe genau das von einer Freundin von Diana gehört. Er sah Lady Di am Tag der Hochzeit und erinnert sich zurück, als er sie in ihrem Kleid sah.
„Sie hatte, wie man so sagt, etwas Trauriges an sich, weißt du. Das kam mir seltsam vor, zumal sie doch eine sehr lebhafte und lebensfrohe Person war und im Palast der Königinmutter mit Menschen in den Achtzigern eingesperrt war, die sich um sie kümmerten. Eigentlich hätte sie sich auf ihren Hochzeitstag mit Freundinnen und Schwestern und all den normalen Dingen freuen sollen, weißt du, aber stattdessen saß sie in diesem alten Palast mit alten Leuten fest, und das muss ziemlich entmutigend gewesen sein.”
Laut dem 62-Jährigen sah die “Öffentlichkeit in ihr dieses wunderschöne junge Mädchen, das einen Prinzen in einer traumhaften Kulisse heiratete”. Aber in Diana selbst sah es anders aus. Ihren Wunsch, die Hochzeit abzusagen, erfüllte ihr Vater der jungen Diana nicht.
„Er stammte aus einem Umfeld, in dem er ein wunderbarer, gütiger und liebevoller Vater war, aber auch ein traditioneller Mann, und die Vorstellung, eine königliche Hochzeit abzusagen, war etwas, das wir uns wirklich nicht vorstellen konnten.”
Mit seinem Buch „Swan Song: Diana, meine Schwester“ will er seine eigene Version von Dianas Geschichte festhalten und mit der Welt teilen. Er sagt, er wolle Diana auch als Menschen zeigen – und nicht nur als Ikone.
Der Palast hat bereits Stellung zu dem Buch bezogen.
„Grundsätzlich äußern wir uns nicht zu Büchern. Seine Majestät ist sich jedoch bewusst, dass der Schmerz über den Verlust einer Schwester die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und Erinnerungen auf eine Weise färben kann, die anderen nicht bewusst ist – selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust.“
Die Wahrheit kennen am Ende wohl nur die Beteiligten selbst.
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Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Reuters, ABC News