„Dann war er schon steif und blau“„Miss Olympia“ Susen Tiedtke verliert ihren geliebten Sohn Max († 17)
„Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus.”
Susen Tiedtke wurde als schönste Leichtathletin weltweit berühmt. Trat bei Olympia an und gewann bei zwei Weltmeisterschaften einmal Silber und einmal Bronze. Doch die Spitzensportlerin war auch ganz am Boden: Vor ziemlich genau einem Jahr stirbt ihr Sohn Max. Im Interview mit RTL verrät die ehemalige „Miss Olympia“, wie sie mit der Trauer umgeht.
„Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?“
Am 4. März 2025 meldet sich ein Freund von Max bei Susen, fragt, warum dieser nicht ans Telefon geht. Als die 57-Jährige daraufhin nach ihrem Sohn schaut, entdeckt sie ihn in seinem Bett. „Und dann bin ich zu ihm ran und dann war er schon steif und blau“, erinnert sich die ehemalige Sportlerin im RTL-Interview im Westin Grand Hotel in Berlin. „Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus. Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot.“
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Sohn Max wird nur 17 Jahre alt, stirbt völlig überraschend. Erst später wird festgestellt, dass er an einer nicht entdeckten Entzündung am Herzen leidet. Für Tiedtke ist der Tod des Sohnes nur schwer zu ertragen. Ihr Leben fühlt sich leer an. „Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?“ Wochenlang ist sie gelähmt. „Ich lag praktisch über einen Monat nur irgendwie so halb im Koma auf dem Sofa und wusste nicht, wo vorne und hinten ist.“
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Susen Tiedtke will jetzt anderen Mut machen
Doch eines macht der ehemaligen Sportlerin Hoffnung: Es gibt so etwas wie das Paradies. „Es gibt einem so ein bisschen Trost, wenn man weiß, er ist nicht komplett weg“, erklärt Tiedtke. „Weil, wenn man das nicht glaubt, ist es ganz schwierig, so was zu verkraften, so einen Tod eines Sohnes.“ Immer wieder sucht sie die Verbindung zu Max, versucht, mit ihm zu sprechen, erzählt sie unter Tränen.
Denn die gelernte Heilpraktikerin weiß: Sie muss nach vorne schauen und auch wieder arbeiten, um Geld zu verdienen. „Man muss jetzt wieder seinen neuen Weg finden“, sagt sie kämpferisch. Das ist nicht immer leicht, aber die 57-Jährige will nicht aufgeben und damit auch anderen Mut machen.
Solltet ihr selbst von depressiven Gedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Hilfe findet ihr auch unter der kostenlosen Nummer 0800 – 33 44 533 oder im Internet unter www.deutsche-depressionshilfe.de.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche



