Freiheit statt Familienplanung„Ich wollte keine!” Warum sich Maria Riesch gegen eigene Kinder entschieden hat

Maria Riesch
Maria Riesch spricht offen über ihre Entscheidung gegen eigene Kinder
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Sie hat alles gewonnen, was man im Ski-Zirkus gewinnen kann!
Doch ihren größten Triumph feiert Maria Riesch (41) heute abseits der Piste: Sie hat zu einer tiefen, inneren Leichtigkeit gefunden. Jetzt spricht die dreifache Olympiasiegerin erstaunlich offen über ein Thema, das in unserer Gesellschaft noch immer als Tabu gilt – ihre bewusste Entscheidung gegen eigenen Nachwuchs.

Maria Riesch hat keinen Kinderwunsch

Früher war Maria Rieschs Leben ein exakt durchgetaktetes Uhrwerk aus Training, Druck und Siegen. Für eine eigene Familie blieb da kein Raum. Doch auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere im Jahr 2014 stellte sich das klassische Familienglück bei der sympathischen Garmisch-Partenkirchnerin nicht ein.

„Während meiner aktiven Karriere dachte ich: Wenn ich irgendwann mit dem Skifahren aufhöre, will ich schon eine Familie haben“, gesteht Maria Riesch nun im Interview mit der Bild-Zeitung offen. Doch die Realität sah anders aus: „Ich hatte so eine Freude an dieser neuen Freiheit. Erst dachte ich: ‚Wahrscheinlich dauert es ein paar Jahre, bis der Mutterwunsch kommt.’ Aber er kam nicht.“

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Diese Einstellung ist für die Ski-Legende keineswegs neu. Schon 2020 hatte sie in einem Bunte-Interview erklärt, dass sie sich kein Baby wünsche. Damals sagte sie über ihre Ehe mit Sportmanager Marcus Höfl (52): „Wir sind beide freiheitsliebende Menschen“. Außerdem machte sie deutlich, dass sie sich nicht vorstellen könne, ihr gesamtes Leben an den Bedürfnissen eines Kindes auszurichten. Ein Kind passe „zumindest momentan“ nicht in ihr Leben, Familie sei ihr dennoch sehr wichtig.

Johann Schrempf und Maria Riesch
Johann Schrempf und Maria Riesch sind seit Ende 2024 offiziell ein Paar
picture alliance / Alexander Schuhmann

„Diese Frage könnte man sich einfach sparen“

Dass eine erfolgreiche Frau sich bewusst gegen Kinder entscheidet, sorgt in ihrem Umfeld noch immer für Gesprächsstoff. Selbst ihre eigene Mutter hegt Zweifel und äußert manchmal, dass Maria es irgendwann bereuen werde. Die 41-Jährige sieht das anders: „Ich glaube es offen gestanden nicht.“

Besonders die ständige Rechtfertigung im Alltag stört Maria massiv. Sie findet deutliche Worte für die gesellschaftliche Neugierde: „Ich finde es fast schon unverschämt, wenn jemand fragt: ,Hast du Kinder?‘ – ,Nein.‘ – ,Wieso denn nicht?‘“ Für die ehemalige Spitzensportlerin ist das eine Grenzüberschreitung, auch mit Blick auf andere Frauen: „Ich wollte keine. Aber es gibt ja auch Frauen, bei denen es nicht geklappt hat und denen es vielleicht schwerfällt, darüber zu sprechen. Deswegen finde ich: Diese Frage könnte man sich einfach sparen.“

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Ihr Herz für Kinder hat sie dennoch nicht verloren. Als Tante blüht Maria regelrecht auf. „Die sind zuckersüß“, schwärmt sie über die Kinder ihres Bruders. Dennoch genießt sie es, nach dem Trubel wieder in ihr eigenes, ruhiges Leben zurückzukehren. Lachend fügt sie hinzu: „Aber ich bin dann auch froh, wenn ich wieder für mich bin. Oder mit Johann allein.“

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Privat hat sich inzwischen einiges verändert. Im August 2024 gaben Maria und Marcus Höfl nach 13 Jahren Ehe ihre Trennung bekannt, im Januar 2025 wurde die Ehe geschieden. In der Öffentlichkeit kehrte Maria namenstechnisch wieder zurück zu den Anfängen. Aber: „Im Pass steht noch immer der Name meines Ex-Mannes Marcus Höfl. Da heiße ich Höfl-Riesch. Offen gesagt, ist es mir ein bisschen zu aufwendig, das alles ändern zu lassen. Das ist ja nicht nur der Pass, sondern überall, wo man mit seinem Namen registriert ist.“

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Mittlerweile hat Maria einen neuen Mann in ihrem Leben: Kreuzfahrt-Manager Johann Schrempf (66). Die beiden kannten sich schon lange als Freunde, bis irgendwann der Funke übersprang. „Er hat irgendwann gesagt, dass er mich schon immer toll fand. Ich habe gesagt: ‚Ich fand dich ja auch schon immer toll.‘“ Der Altersunterschied von 25 Jahren spielt für die Ski-Ikone heute überhaupt keine Rolle mehr. Sie strahlt über das ganze Gesicht: „Johann ist sehr jung geblieben, sportlich, und noch voll im Job.“ Auf die Frage, ob sie verliebt sei, antwortet sie schlicht und glücklich: „Ja.“ Mit Blick auf ihre Zukunft sagt sie sichtlich gelöst: „Jetzt passt einfach alles für mich.“

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