Sie sollte 150 Millionen Euro bekommenKarl Lagerfelds Katze Choupette wartet noch immer auf ihr Millionen-Erbe

Sieben Jahre nach Karl Lagerfelds Tod hat seine berühmte Katze Choupette offenbar noch keinen Cent ihres Millionen-Erbes erhalten. (Archivbild)
Sieben Jahre nach Karl Lagerfelds Tod hat seine berühmte Katze Choupette offenbar noch keinen Cent ihres Millionen-Erbes erhalten. (Archivbild)
imago images/Eventpress

Sie war die absolute Königin im Leben von Karl Lagerfeld.
Privatjet, Luxus-Menüs, Designer-Accessoires – Choupette war wohl das verwöhnteste Haustier der Welt. Doch sieben Jahre nach dem Tod von der Mode-Ikone wartet die berühmte Birma-Katze noch immer auf das Vermögen, das er ihr hinterlassen wollte. Statt Millionen gibt es jetzt vor allem einen erbitterten Streit um seinen letzten Willen.

„Bis heute haben wir absolut nichts erhalten”

Für Karl Lagerfeld war Choupette mehr als nur ein Haustier. Die weiße Katze mit den blauen Augen war sein ganzer Stolz, seine ständige Begleiterin und laut dem Designer sogar seine größte Liebe. Deshalb soll Lagerfeld in seinem Testament großzügig für sie vorgesorgt haben. Angeblich wollte er seiner Katze rund 150 Millionen Euro von seinem geschätzten Vermögen von 500 Millionen Euro hinterlassen. Zusätzlich sollen weitere 1,3 Millionen Euro für ihren luxuriösen Lebensstil bereitsgestanden haben.

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Doch von diesem Geld ist bis heute offenbar nichts bei Choupette angekommen. „Ich möchte ganz offen sein: Bis heute haben wir absolut nichts erhalten”, sagt Lagerfelds ehemalige Hausdame Françoise Caçote dem US-Magazin Atlantic. Seit dem Tod des Designers im Februar 2019 kümmert sie sich um die Katze.

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Teure Anwälte kämpfen um Lagerfelds letzten Willen

Der Grund für die ausbleibenden Millionen liegt in einem komplizierten Erbstreit. Die Gültigkeit und Auslegung von Lagerfelds Testament aus dem Jahr 2016 werden angefochten. Lagerfelds Neffen und Nichten gehen juristisch gegen den letzten Willen des Designers vor. Dadurch ist bis heute unklar, welche Ansprüche die eingesetzten Erben tatsächlich haben.

Zusätzlich sorgt das französische Erbrecht für Probleme. Denn demnach dürfen Tiere grundsätzlich überhaupt kein Geld oder Eigentum erben. Für Françoise Caçote wird die Situation zunehmend belastend. „Angesichts der Komplexität der Situation musste ich teure Anwälte beauftragen, um das Erbe in meinem Namen einzufordern und sicherzustellen, dass Karls Wünsche ordnungsgemäß respektiert werden”, erklärt sie.

Choupettes Betreuerin arbeitet sogar in Teilzeit

Das einstige Jetset-Leben im Privatjet ist für die Millionen-Mieze längst Geschichte. Heute lebt Choupette mit ihrer Pflegerin in einem Appartement in Paris. „Ich tue mein Bestes, um seine Wünsche zu erfüllen”, sagt sie mit Blick auf Lagerfelds Vermächtnis. Um die Versorgung der Katze sicherzustellen, arbeitet sie sogar nur noch in Teilzeit. „Sie bekommt all die Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge, die sie braucht.”

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Trotz des festgefahrenen Erbstreits bleibt für sie am Ende nur eines entscheidend: „Ich weiß, dass Choupette zu Hause glücklich ist, und das ist das Wichtigste.“ (nha)

Verwendete Quellen: Atlantic