Das sagt der Sommerhaus-StarZu nackt fürs Flugzeug? Lufthansa verweigert Influencerin Edda Pilz das Boarding
Sommerliche Temperaturen, ein Sport-BH – und kein Einlass ins Flugzeug.
Fitness-Influencerin Edda Pilz (25) durfte ihren Lufthansa-Flug von Berlin nach Österreich zunächst nicht antreten. Der Grund: Ihr Outfit sei „zu nackt”. Was folgte, war nicht nur ein peinlicher Moment am Gate – sondern eine hitzige Debatte über Respekt und Dresscodes über den Wolken. Im RTL-Interview verrät Edda, was passiert ist.
Edda Pilz durfte nicht ins Flugzeug einsteigen
Die Szene spielte sich direkt beim Boarding ab. Wie Edda Pilz in ihrer Instagram-Story schilderte, wurde sie von einer Mitarbeiterin der Airline gestoppt und mit den Worten konfrontiert: „So können Sie nicht einsteigen. Sie haben nichts an.“ Ihr luftiges Outfit, bestehend aus einem Sport-BH und einer kurzen Shorts, wurde als unpassend für den Flug eingestuft. Die Forderung der Lufthansa-Angestellten war unmissverständlich: Die Influencerin sollte sich mehr bedecken. „Und dann ging es halt weiter, dass sie meinte: ‘Du siehst ja, du hältst hier gerade alles auf. Wegen dir hat der Flug jetzt Verspätung und zieh dich jetzt endlich an!’”, erinnert sich Edda im RTL-Interview.
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Für die 25-Jährige eine respektlose Art der Kommunikation. Sie fühlt sich vor allen Passagieren bloßgestellt. „Es geht nicht nur um Vorschriften, sondern auch darum, wie man mit Leuten spricht.” Erst nachdem Edda eine Kapuzenjacke übergezogen und diese auf weitere Anweisung hin auch geschlossen hatte, wurde ihr der Zutritt zur Maschine gewährt. Das unangenehme Erlebnis bleibt für sie aber erstmal im Hinterkopf. „Ich gehe schon davon aus, dass ich das nächste Mal dann doch drei, viermal drüber nachdenke, was ich dann am Ende anziehe. Und das ist eigentlich wirklich sehr traurig”, so die „Sommerhaus der Stars”-Gewinnerin.
So reagiert die Lufthansa auf den Vorfall
Aber darf eine Airline Fluggäste wegen des Outfits ausschließen? Grundsätzlich ja. Die Lufthansa verweist dazu auf ihren generellen Dresscode an Bord. „Lufthansa erwartet von allen Fluggästen eine Kleidung, die dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und das Wohlbefinden der aus unterschiedlichsten Ländern stammenden Mitreisenden nicht beeinträchtigt.” Die Entscheidung liege letztlich im Ermessen der Mitarbeiter vor Ort. Und genau darin liegt offenbar das Problem: Wenn Dresscodes nicht klar definiert sind, hängt ihre Anwendung von subjektiven Einschätzungen ab. Was für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter „zu nackt” ist, empfindet eine andere Person vielleicht als völlig normal. Im Fall von Edda fiel das Urteil eindeutig aus. Nach deren Vorwürfen will Lufthansa nun intern den Umgang mit Passagieren prüfen.
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Ein altes Thema mit neuer Brisanz
Fälle wie dieser sind keine Seltenheit. Immer wieder sorgen Boarding-Verweigerungen wegen des Outfits für Schlagzeilen – und immer wieder entzündet sich daran eine größere gesellschaftliche Debatte. Wer darf über angemessene Kleidung entscheiden? Wo endet persönliche Freiheit, wo beginnt Rücksicht auf andere? Edda hat diese Fragen mit ihrem Video bei Instagram in die Öffentlichkeit getragen. Und in der Kommentarspalte brach direkt eine heiße Debatte aus. Über 2500-mal wurde die Situation kommentiert.
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Die Meinungen der Nutzer könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die einen den Unmut der Influencerin verstehen können, stellen sich andere auf die Seite der Lufthansa-Mitarbeiterin. „Es ist nichts Neues, dass man vor allem aufgrund der Hygiene nicht in kurzen Sportklamotten fliegen darf” und „Die meisten Menschen schaffen es auch bei 30 Grad, sich luftig und gleichzeitig angemessen zu kleiden. Flugzeuge, Restaurants, Behörden oder Geschäfte sind nun mal öffentliche Räume”, heißt es unter anderem.

Andere betonen: Sport-BHs seien heute in der Öffentlichkeit allgegenwärtig – im Supermarkt, im Park, in der Stadt. Warum also nicht im Flugzeug? „Ein ganz normales Sportset ist normale Kleidung und nicht ‘nackt’. Wir reden hier von einem Flugzeug. Seit wann dürfen Mitarbeiter bestimmen, was jemand tragen darf – und das dann auch noch auf so respektlose Weise?”
Verwendete Quellen: RTL, Instagram


