Zwischen Luxus und Familienfrust„Darum haben wir zehn Jahre gestritten!” Anna-Maria Ferchichi packt über Ehe mit Bushido aus

Wenn der Erfolg seinen Preis hat.
Ein riesiges Haus, mehrere Autos und finanzieller Erfolg – doch Anna-Maria Ferchichi hätte all das gegen etwas anderes eingetauscht: mehr Zeit mit ihrem Mann und ihren Kindern. In der neuen Folge ihres Podcasts „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ sprechen sie und Bushido offen darüber, wie seine Karriere ihre Ehe über Jahre belastete.
„Was habe ich von einem 1.000 Quadratmeter Haus und vier Autos, wenn der Rest nicht stimmt.“
Eigentlich geht es um die Frage, wie unterschiedlich die beiden mit Geld, Erfolg und dem Wunsch nach immer mehr umgehen. Doch schnell wird aus dem Gespräch ein sehr persönlicher Rückblick auf eine schwierige Phase ihrer Beziehung. Anna-Maria Ferchichi erinnert sich an das Jahr 2013, als ihre Zwillinge geboren wurden. Damals habe sie ihrem Mann deutlich gesagt: „Ich brauche dich jetzt.“ Mit einem einjährigen Kind und zwei Babys sei sie auf seine Unterstützung angewiesen gewesen.
Doch Bushido sei zu dieser Zeit weiterhin viel unterwegs gewesen. Anna-Maria erinnert sich, dass er „jedes Wochenende auf Konzerte“ gegangen sei. Genau an diesem Punkt hätten ihre unterschiedlichen Vorstellungen von einem guten Familienleben immer wieder für Konflikte gesorgt. Dabei stellt die achtfache Mutter klar, dass sie sehr wohl verstanden habe, warum ihr Mann so viel gearbeitet habe. Für ihn sei Erfolg auch eine Art gewesen, seine Familie zu versorgen und ihr Sicherheit zu geben. Nur: Für sie habe sich Liebe damals anders angefühlt.
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Das Paar habe zu dieser Zeit ein Haus mit rund 1.000 Quadratmetern Wohnfläche und einem 17.000 Quadratmeter großen Grundstück gehabt. Anna-Maria sagt jedoch rückblickend, sie hätte auf diesen Luxus verzichten können. „Ich gebe all das her und wir ziehen in eine Wohnung. Hauptsache, ich habe eine Familie“, erklärt sie im Podcast. Genau das habe immer wieder zum Konflikt geführt: „Darum haben wir, glaube ich, zehn Jahre gestritten.“ Besonders deutlich wird sie wenig später: „Was habe ich von einem 1.000 Quadratmeter Haus und vier Autos, wenn eigentlich der Rest nicht stimmt.“ Ihr habe nicht das große Haus gefehlt, sondern ihr Mann – und ihren Kindern der Vater. Anna-Maria spricht von Wochenenden, Sonntagen und teilweise auch Geburtstagen, an denen Bushido wegen seiner Arbeit nicht da gewesen sei.
Anna-Maria Ferchichi und Bushido haben diese Zeit hinter sich gelassen
Bushido widerspricht seiner Frau nicht grundsätzlich. Im Gegenteil: Der Rapper sagt, dass sich seine Sicht auf Arbeit und Erfolg inzwischen stark verändert habe. Früher sei er ständig auf der Suche nach dem nächsten Ziel gewesen. Stillstand habe er kaum ausgehalten. Selbst Sonn- und Feiertage seien für ihn teilweise „die Hölle“ gewesen, weil er das Gefühl gehabt habe, nichts zu schaffen.
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Heute sei das anders. „Ich bin gar nicht mehr rastlos“, sagt er. Mittlerweile könne er Familienzeit genießen und bewusst auch einmal nichts tun. Seine Einstellung habe sich „sehr krass geändert“. Ganz verschwunden ist sein Ehrgeiz allerdings nicht. Bushido sagt, er wolle weiterhin neue Dinge angehen und erfolgreich sein. Der Unterschied: Heute stehe für ihn stärker im Mittelpunkt, Zeit mit seiner Familie zu verbringen und Verantwortung für seine Kinder zu übernehmen.
Verwendete Quellen: Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi – der Bushido-Podcast, RTL+



