„Eine Scheidung ist emotional nicht ganz möglich“Stefanie Stappenbeck überrascht mit Liebes-Ansicht

93936-1-14.jpg
Miriam (Stefanie Stappenbeck) muss feststellen, dass ihre Familie auch auf einem Date mit Alexander Prinz (Steve Windolf) immer nur einen Anruf weit entfernt ist.
ZDF/Marc Meyerbröker

Wo SIE ist, lacht die Sonne!
Patchwork, Ex-Partner und die Frage, ob alte Liebe wirklich rosten muss: Schauspielerin Stefanie Stappenbeck(„Die Bachmanns”) spricht im RTL-Interview überraschend offen über Beziehungen – und verrät, warum sie bei Problemen lieber sofort zum Coaching geht.

„Ein Ex läuft nie in einer anderen Galaxie” 

93936-1-18.jpg
Auf der Streife durch ihre Nachbarschaft werden Markus (Oliver Wnuk) und Miriam (Stefanie Stappenbeck) auch an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert, zum Beispiel in der Kirche, in der sie beinah geheiratet hätten.
ZDF/Marc Meyerbröker

Die ZDF-Serie „Die Bachmanns” dreht sich um modernes Familienleben und Patchwork. Ein Thema, das Stappenbeck besonders spannend findet. „Ich finde dieses Thema total interessant. Wie gehen wir miteinander um? Wie kann man moderne Familie erzählen?”, sagt die Schauspielerin. Für sie sei die Rolle außerdem eine willkommene Abwechslung: „Ich hatte wirklich Lust, nach meiner ganzen Krimilaufbahn einfach mal eine intelligente Komödie zu spielen.”

Lese-Tipp: Schauspielerin Stefanie Stappenbeck findet herkömmliche Ehe „nicht zeitgemäß“ 

Besonders nachdenklich wird die Berlinerin, als es um Beziehungen nach einer Trennung geht. Kann man sich von einem Ex überhaupt emotional scheiden lassen? Ihre Antwort fällt überraschend bildhaft aus: „Man ist ja immer verbunden – gerade durch Kinder.” Beziehungen vergleicht sie mit einem Sonnensystem: „So ein Ex-Partner war irgendwann mal auf der allerengsten Umlaufbahn. Dann läuft er irgendwann auf einer entfernteren Umlaufbahn –aber nie in einer anderen Galaxie.” Deshalb glaubt sie auch: „Eine Scheidung ist emotional nicht ganz möglich – und vielleicht gar nicht sinnvoll.”

Auch Stefanie Stappenbeck (52) kennt das Patchwork-Leben nicht nur aus „Die Bachmanns“. Von 2010 bis 2018 war die Schauspielerin mit dem Schlagzeuger Christopher Farr verheiratet. 2014 kam ihre gemeinsame Tochter Frida zur Welt. Trotz der Trennung verstehen sich die beiden bis heute gut, teilen sich das Sorgerecht und wohnen nur wenige Straßenecken voneinander entfernt. „Wir haben weiterhin ein sehr gutes Verhältnis“, erzählte Stappenbeck über ihren Ex-Mann.

Lese-Tipp: Warum Schauspiel-Star Heino Ferch Zweifel hat, dass man die Liebe im Internet findet

Inzwischen ist die Schauspielerin wieder glücklich vergeben: Ihr Partner Paulo Martins ist Creative Director und bringt selbst Kinder mit in die Beziehung – Patchwork also auch im echten Leben.

Video-Tipp: So geht Flirten nicht!

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Hat aufgewärmte Liebe eine Chance? 

Hat aufgewärmte Liebe denn generell eine Chance? Und wie sieht es mit einem Liebes-Comeback aus? Ganz ausschließen möchte Stappenbeck das nicht. Allerdings nur unter einer Bedingung: „Wenn beide daran gearbeitet haben, kann das durchaus funktionieren.” Einfach nur Zeit verstreichen zu lassen, hält sie dagegen für keine gute Idee: „Einfach nur eine Weile abwarten und dann weitermachen, ist meiner Meinung nach eher sinnlos.”

Dass sie Konflikte anders angeht als viele andere, gibt die Schauspielerin ganz offen zu. „Ich bin ein großer Fan von Coaching, Therapie und all dieser Methoden,” erzählt die Familienmama dann RTL. Würde sie beispielsweise merken, dass sie mit der neuen Partnerin ihres Ex nicht klarkommt, hätte sie einen klaren Plan. Stappenbeck zu RTL: „Ich würde sofort bei meiner Coaching-Frau eine Familienaufstellung buchen und mir angucken: Was ist mein eigener Anteil daran? Was sind da bei mir Ängste und Eifersüchte?” 

Streaming Tipp
RTL
Das Liebeskarussell jetzt auf RTL+ streamen
Comedy, Lifestyle, Show, Real Life
Jetzt auf RTL+ streamen

„Wir sparen am komplett falschen Ende” 

Überhaupt wünscht sich Stappenbeck, dass psychische Gesundheit in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommt. „Ich finde es total schlimm, dass sich das nicht jeder leisten kann”, sagt sie mit Blick auf psychologische Hilfe. Besonders kritisch sieht sie mögliche Einsparungen: „Ich finde, das wird am komplett falschen Ende gespart.” Für sie sollte die Seele genauso gepflegt werden wie der Körper: „Wir sollten uns um unsere Seele genauso gut kümmern wie um unseren Körper.” Ihr Wunsch wäre deshalb ganz einfach: „Wenn wir alle mehr Frieden im Herzen hätten, wäre es auf der Welt grundsätzlich friedlicher.”

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche