„Welt ist ein bisschen Balla balla geworden“Warum Schauspiel-Star Heino Ferch Zweifel hat, dass man die Liebe im Internet findet

Heino Ferch fasziniert uns seit Jahrzehnten als Schauspieler – ob als Ermittler, Psychologe oder undurchsichtiger Charakter.
Auch Liebe spielt dort oft eine Rolle und die kann kompliziert sein. Das weiß auch Heino Ferch. Im RTL.de-Interview spricht der Ausnahme-Schauspieler darüber, warum die Suche nach dem richtigen Menschen heute aus seiner Sicht schwieriger geworden ist – und was Social Media, damit zu tun hat.
Heino Ferch spricht über die Liebe

In seinem neuen ZDF-Film „Bloß nicht Liebe“ spielt der Schauspieler den Psychiater Dr. Justus Förster. Ein Mann, der zunächst ziemlich wenig mit Romantik anfangen kann – bis eine Frau in sein Leben platzt, die ihm gehörig auf die Nerven geht. Zwei Menschen, die zunächst maximal weit voneinander entfernt sind. Und genau das findet Ferch spannend. „Wenn die beiden solche Szenen am Anfang haben, dann wartet man darauf: Wie kommen die denn, wann werden die denn endlich mal irgendwie so, dass sie sich auch ein bisschen mit Sternchen in den Augen anschauen können?“, sagt der Schauspieler zu RTL. Doch wie schwer ist es eigentlich heute, jemanden kennenzulernen?
Video-Tipp: First Dates! „Geflirtet haben wir nicht!”
Bei Dating-Apps muss Ferch passen. Er selbst sei auf solchen Plattformen überhaupt nicht unterwegs.
Eine nostalgische Sehnsucht nach früher hat er trotzdem nicht. Vielmehr beobachtet Ferch eine Welt, in der sich die Spielregeln des Kennenlernens massiv verändert haben. „Die Welt ist ja auch ein bisschen Balla balla geworden“, sagt der „Morden auf Öd”-Schauspieler.
Lese-Tipp: Schauspieler Klaus Steinbacher schwärmt von Jule Hermann
Social Media und Dating-Apps böten zwar viele Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig könnten sie aber auch einigen Schaden anrichten. „Ich glaube, es macht auch viel kaputt“, findet Ferch. Besonders kritisch sieht er die Bilder, die Menschen täglich präsentiert bekommen. Alles soll schöner, erfolgreicher und perfekter sein – und am besten soll auch der Partner diesem Ideal entsprechen. Heino Ferch meint: „Wir wollen nur noch reich oder schön werden oder besser reich und schön. Und wir wollen Partner haben, die reich und schön sind. Das ist ja alles Quatsch.“
Dazu komme die permanente Öffentlichkeit. Früher konnte man sich kennenlernen, flirten oder jemanden spontan küssen, ohne dass Sekunden später das Smartphone gezückt wurde. Heute könne ein solcher Moment schnell im Netz landen. Ferchs Fazit fällt deshalb deutlich aus: „Es ist schon sehr, sehr viel schwieriger, glaube ich, als vor 30 Jahren.“
Und vielleicht ist genau das auch die Botschaft seinem neuen Film „Bloß nicht Liebe“: Am Ende braucht es keine App und kein perfektes Profil. Sondern zwei Menschen, die sich wirklich begegnen. „Bloß nicht Liebe“ läuft am 13. September 2026 im ZDF.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche

































