Dianas Tränen, Camillas WartenSchwiegermonster oder Landesmutter? Die Wahrheit über die Queen und ihre Schwiegertöchter

Königin Camilla mit Queen Elizabeth im November 2019
Königin Camilla musste jahrelang um die Anerkennung ihrer Schwiegermutter kämpfen
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Sie war die ewige Königin und für viele die geliebte Großmutter der Nation!
Doch hinter den Palastmauern soll Queen Elizabeth (†2022) ein anderes, kühleres Gesicht gezeigt haben – besonders ihren Schwiegertöchtern gegenüber. Prinzessin Diana (†1997) und die heutige Königin Camilla (78) erlebten ihre Schwiegermutter auf dramatisch unterschiedliche Weise. Während die eine an der emotionalen Distanz zerbrach, kämpfte die andere jahrzehntelang um Anerkennung. Doch war die Queen wirklich das kaltherzige „Schwiegermonster“, oder eine missverstandene Monarchin, gefangen im Korsett der Krone? Die Frage spaltet royale Fans bis heute.

Prinzessin Dianas verzweifelter Hilferuf im goldenen Käfig

Als die junge Lady Diana Spencer in die königliche Familie eintrat, schien es wie ein Märchen. Die blutjunge Dame aus altem Adel, die schon als Kind auf Sandringham spielte, traf auf Queen Elizabeth, die sie aus dem Umfeld der Familie kannte. Royal-Autoren sind sich einig: Am Anfang stand Zustimmung. Die britische Monarchin soll durch „Nicken und Nuancen“ klar gemacht haben, dass sie Diana als zukünftige Prinzessin von Wales akzeptierte. Schon früh vertraute sie der damals 21-Jährigen wichtige Aufgaben an – etwa die Reise als offizielle Repräsentantin des Königshauses zur Beerdigung von Fürstin Gracia Patricia in Monaco.

Der damalige Prinz Charles mit seiner Mutter, Queen Elizabeth, und seiner Verlobten Lady Diana
Anfangs soll die Queen von Diana begeistert gewesen sein, das änderte sich schnell
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Doch die Realität sah anders aus. Die Beziehung zur Queen war laut Adels-Experten von Beginn an kompliziert. Während die Welt jubelte, fand sich Diana in einer emotional kühlen und strengen Welt wieder. Je mehr der märchenhafte Glanz der Ehe von Charles und Diana bröckelte, desto deutlicher wurden die Unterschiede zwischen den beiden Frauen. Diana war emotional, verletzlich, suchte das Gespräch – die Queen wiederum war geprägt von Zurückhaltung, Pflichtbewusstsein und Jahrzehnten der Selbstkontrolle. So soll Elizabeth große Mühe gehabt habe, die Persönlichkeit ihrer neuen Schwiegertochter zu verstehen.

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Diana, die unter der Ehekrise und der Affäre ihres Mannes mit Camilla Parker Bowles litt, suchte verzweifelt eine Verbündete in ihrer Schwiegermutter. Sie sah in der Queen eine Art „eheliche Schiedsrichterin“, die einschreiten sollte. Doch die Monarchin schien überfordert mit den emotionalen Ausbrüchen. Berichten zufolge wurden Dianas unangemeldete Besuche im Palast, bei denen sie oft unter Tränen stand, für die Queen zur Belastung. Sie wusste schlicht nicht, wie sie mit dieser Art von Konfrontation umgehen sollte. Statt der erhofften mütterlichen Unterstützung erlebte Diana eine Königin, die auf Distanz blieb und hoffte, die Probleme würden sich von selbst lösen.

Ein eiskalter Brief und das Schweigen der Königin

Im Laufe der Zeit wurde die Kluft zwischen den beiden Frauen immer größer. Die Situation eskalierte nach Dianas legendärem Fernsehinterview im November 1995. Damals sprach die Prinzessin offen über Bulimie, Depression, Affäre, Ehekrise und stichelt gegen Charles: „Wir waren zu dritt in dieser Ehe, es war ein bisschen voll.“ Für die Öffentlichkeit war Diana damit endgültig die tragische Heldin. Für die Queen war es ein Angriff auf: ihren Sohn, das Ansehen der Monarchie und die Diskretion, die im Palast oberstes Gebot ist.

Royal-Biografen berichten, dass Elizabeth nach der Ausstrahlung „verzweifelt“ gewesen sein soll – und Philip „außer sich“. Für die königliche Familie war das Interview ein unverzeihlicher Verrat. Kurz darauf folgte der berühmte Brief: Die Queen stellte klar, dass die Scheidung nun der „beste Weg“ sei – konsultiert mit Premierminister, Erzbischof von Canterbury und Charles. Für Diana soll sich dies wie ein eiskalter, geschäftsmäßiger Schlussstrich angefühlt haben. Die einst hoffnungsvolle Beziehung war zerbrochen. Am Ende, so heißt es, war Diana die einzige Person, mit der die Queen nie wirklich umzugehen lernte.

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Camilla: Der lange Weg von der „bösen Frau“ zur Königin

Ganz anders, aber nicht weniger kompliziert, war das Verhältnis zu Camilla. Anfangs galt sie als Staatsfeindin Nummer eins, als die Zerstörerin der Ehe von Charles und Diana. Und bei der Queen war sie unerwünscht. Die britische Monarchin soll ihren Sohn sogar vor einer Heirat mit Camilla gewarnt haben. Sie fürchtete, die Bevölkerung würde eine Hochzeit mit der geschiedenen Camilla nicht akzeptieren. Lange wurde Camilla von Hofterminen ferngehalten, ihre Beziehung zu Charles nur zögerlich toleriert.

Erst ein sorgfältig inszeniertes erstes offizielles Treffen im Jahr 2000 – auf einer Geburtstagsfeier des griechischen Königs Konstantin in Highgrove – markierte den Wendepunkt. Camilla war unter den Gästen, die Queen nahm teil, William und Harry waren anwesend: ein stilles Signal, dass Camilla nicht länger nur „die andere“ war, sondern Schritt für Schritt ins System integriert wurde.

Queen Elizabeth mit Camilla
Queen Elizabeth und Camilla sollen nach einigen Schwierigkeiten am Ende ein gutes Verhältnis gehabt haben
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Camillas Verhalten spielte der Queen dabei in die Hände: Sie klagte nicht öffentlich, hielt sich zurück, arbeitete leise im Hintergrund. Und sie nahm ihre Rolle als Herzogin von Cornwall ernst, ohne die Bühne für sich zu beanspruchen. Camilla bewies durch ihre diskrete und loyale Art, dass sie eine Stütze für Charles und die Monarchie war.

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Am Ende setzte Elizabeth sogar noch ein machtvolles Zeichen: Kurz vor ihrem Tod erklärte sie, es sei ihr „aufrichtiger Wunsch“, dass Camilla eines Tages als Queen Consort anerkannt werde. Ein Ritterschlag – und die endgültige Aufnahme der einstigen „Skandalgeliebten“ ins Herz der Institution.

Weißes Kleid als stilles Statement? Die Theorie, die wackelt

Ein Detail, das viele Fans bis heute beschäftigt: die Kleiderwahl der Queen bei Camillas Hochzeit 2005. Camilla verzichtete auf das klassische weiße Brautkleid und trug zur Segnung in St. George’s Chapel ein silbrig-blaues Ensemble. Die Queen erschien in einem cremefarbenen Mantelkleid mit passendem Hut – und sorgte für Diskussionen.

Offiziell heißt es, sie habe vorab über Camillas Farbwahl Bescheid gewusst und sich bewusst für einen neutralen Ton entschieden, um nicht mit dem Brautlook zu konkurrieren. Auf Social Media kursiert dagegen die Theorie, Elizabeth habe „weiß“ getragen, um subtil Solidarität mit der verstorbenen Diana zu zeigen – quasi ein stiller Gruß an die erste Prinzessin von Wales und ein Seitenhieb gegen Camilla. Denn die soll wiederum bei der Hochzeit von Diana und Charles in einem weißen Kleid erschienen sein.

Doch hier bröckelt die Fan-Fantasie: Diana selbst stellte später klar, dass Camilla bei ihrer Hochzeit mit Charles kein weißes Kleid, sondern hellgrau trug – der oft behauptete „weiße Seitenhieb“ existierte so gar nicht. Ein langer Missglaube, der Camilla jahrelang Missgunst und einen Angriff gegenüber Diana unterstellte. Und: Das Verhältnis der Queen zu Diana war zwar nicht innig, aber hochkomplex und ambivalent – ein derart kleiner, emotionaler Racheakt erscheint vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig.

Das ambivalente Erbe der Queen

War die Queen also ein „Schwiegermonster“? Die Antwort darauf liegt wohl irgendwo im Spannungsfeld zwischen persönlicher Beziehung und der unerbittlichen Pflicht als Oberhaupt der Krone. Die Queen war offenbar eine Frau, die ihre Schwiegertöchter weniger als Familienmitglieder, sondern mehr als Teil der Institution sah, mit allen Pflichten, Erwartungen und Regeln. Für sensible, verletzte Frauen wie Diana wirkte sie dadurch wie eine unnahbare und kühle Figur, die ihre Hilferufe ignorierte. Für eine Monarchin, die ihr ganzes Leben der Krone unterordnete, war es vermutlich konsequente Pflichterfüllung.

Für Camilla war die Queen eine strenge Richterin, die am Ende doch Gnade walten ließ. Ob das aus Sicht von Diana oder Camilla nach „Schwiegermonster“ oder nach „strenger, aber berechenbarer Schwiegermutter“ aussah, können letztlich nur sie selbst beantworten. Die Wahrheit über ihre wahren Gefühle hat Queen Elizabeth mit ins Grab genommen, und so bleibt das Rätsel um die tatsächliche Natur ihrer Beziehungen zu den Frauen, die ihre Söhne liebten, wohl für immer ungelöst.

Verwendete Quellen: People, Marie Claire, Tatler, Gala, Kurier