Teilnahme kostet mehrere 100.000 EuroSollte Deutschland noch am ESC teilnehmen? Hier abstimmen!

Nur zwölf Punkte von der Jury und keinen einzigen von den Zuschauern!
Nach der diesjährigen ESC-Pleite für Deutschland hagelt es im Netz Kritik und viele Stimmen fordern, dass sich Deutschland zukünftig nicht mehr am ESC beteiligen sollte – wie seht ihr das?
Deutschland landet beim ESC seit Jahren auf den hinteren Plätzen
Beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) landet Sarah Engels mit ihrer „Fire”-Performance auf dem 23., also dem drittletzten Platz. Doch an ihrem Auftritt hat das nicht gelegen, sind sich viele Instagram-Nutzer sicher. Viel mehr liege das schlechte Ergebnis am „Punkte hin und her schieben zwischen befreundeten Ländern”, schreibt eine Userin unter einem entsprechenden ntv-Beitrag.
Schon in den vergangenen Jahren ging Deutschland im Vergleich zu den anderen Teilnehmern leer aus – inbesondere 2022 und 2021. Malik Harris bekam 2022 für seinen „Rockstars”-Auftritt gerade mal sechs Punkte und den 25. Platz. 2021 belegte Jendrik mit „I don’t feel Hate” mit sogar nur drei Punkten ebenfalls den 25. Platz.
Input und Outcome stehen hier für viele Menschen in keinem Verhältnis zueinander: „Kostet Geld und bringt keine Punkte”, heißt es etwa unter dem ntv-Instagram-Beitrag.
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„Vielleicht sollte man mal eine kreative Pause einlegen, das Konzept überdenken”
Tatsächlich kostet das Spektakel Deutschland eine Menge Geld: Mehr als eine halbe Million habe die Teilnahme laut Focus Online in diesem Jahr gekostet. Laut Berliner Morgenpost hänge die Summe für jedes Teilnehmerland unter anderem mit der Größe des jeweiligen TV-Senders zusammen. Deutschland sei demnach im vergangenen und vermutlich auch in diesem Jahr der größte ESC-Geldgeber gewesen.
Damit soll jetzt Schluss sein, zumindest wenn es nach vielen Instagram-Nutzern geht.
„Die ARD finanziert den ESC sehr üppig und vielleicht sollte man mal eine kreative Pause einlegen, das Konzept überdenken, die Finanzierung neu ordnen – wie auch immer”, schreibt ein User. Ein anderer kommentiert: „Da kannst Du keine Ahnung was hinschicken, Deutschland ist direkt irgendwo ganz weit unten. Lösung: Nicht mehr teilnehmen, das Geld, welches da investiert wird, in Krebsforschung oder ‘ne andere gewinnbringende Maßnahme investieren.” Wieder ein anderer fordert schlicht: „Deutschland sollte sich aus dem Contest zurückziehen.”
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SWR will weiter „große Lagerfeuermomente” schaffen
Aktuell scheint es jedoch nicht so auszusehen, als würde sich Deutschland erst einmal vom ESC verabschieden. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sagte nach dem für Deutschland enttäuschenden 70. ESC-Finale: „Wir werden weiter daran arbeiten, dass der ESC in Deutschland viele Millionen Menschen verbindet und große Lagerfeuermomente schafft.”
Und die ARD-Programmdirektorin Christine Strobl zeigte sich dankbar gegenüber dem SWR, „der dieses Jubiläum mit großem Engagement, Kreativität und eindrucksvoller Inszenierung kanalübergreifend zu einem echten Lagerfeuermoment gemacht hat”. Der ESC stehe für „die verbindende Kraft öffentlich-rechtlicher Unterhaltung” und bleibe „kulturell wie gesellschaftlich relevant”. (mit dpa)
Verwendete Quelle: Instagram/ntv_nachrichten, Focus Online, Berliner Morgenpost, dpa


