Traumhaus wird zum AlbtraumFamilie Kusmagk entgeht knapp üblen Betrügern

Eine Traumimmobilie auf den Kanaren, eine freundliche Vermieterin und ein vermeintliches Airbnb-Angebot: Für Janni Hönscheid wirkt zunächst alles seriös. Erst auf den zweiten Blick entdeckt die Ehefrau von Peer Kusmagk die Betrugsmasche.
Die Suche nach einem neuen Zuhause entwickelt sich für Janni Hönscheid und Peer Kusmagk zunehmend zur Herausforderung. Nach mehreren Umzügen möchte die Familie nun auf den Kanaren sesshaft werden. Doch beinahe wäre das Paar dabei auf eine perfide Betrugsmasche hereingefallen. In ihren Instagram-Storys berichtete die ehemalige Profi-Surferin von dem Vorfall und warnte ihre Follower vor ähnlichen Fällen.
„Es gibt sehr viele Menschen, die suchen. Es ist eine sehr schwierige Situation auf den Kanaren, aber wahrscheinlich überall auf der Welt“, sagte die dreifache Mutter. „Alles ist überteuert, sofort weg und keiner will Familien und Haustiere.“ Umso größer war ihre Freude, als sie eine Immobilie entdeckte, die „zu einem ziemlich guten Preis“ angeboten wurde, „die traumhaft aussah und wo alles zu passen schien“.
Nach eigenen Angaben stand sie in engem Kontakt mit der vermeintlichen Eigentümerin. Die beiden tauschten sogar Sprachnachrichten aus. Zudem existierte ein Profil mit Foto und dem Namen, der auch an der betreffenden Villa angebracht gewesen sei. Misstrauisch sei Hönscheid lediglich an einer Stelle geworden: „Das einzige Strange war, was mich gewundert hat, dass nach einem Tag die Anzeige wieder runtergenommen wurde von der spanischen Immobilienseite.“ Damals habe sie sich das jedoch damit erklärt, dass die Anbieterin vermutlich zahlreiche Anfragen erhalten habe und diese zunächst sortieren wollte.
Im weiteren Verlauf schien alles seinen normalen Gang zu gehen. Sogar auf ein Einzugsdatum habe man sich bereits verständigt gehabt, so die 35-Jährige. Da das Haus im Juni und Juli noch über Airbnb vermietet werden sollte, habe die Frau vorgeschlagen, die Familie könne die Immobilie in dieser Zeit direkt über das Portal buchen. Ab August wäre dann eine günstigere Übernahme möglich gewesen.
Fast hätte Janni Hönscheid das Angebot angenommen. Dass es nicht dazu kam, lag letztlich daran, dass sie derzeit keinen Zugriff auf ihre Kreditkarte hat und zudem keinen Airbnb-Account besitzt. Erst als eine Freundin von einem gefälschten Airbnb-Profil erzählte, seien sie und ihr Mann stutzig geworden. Gemeinsam hätten sie die Angaben genauer überprüft und festgestellt, dass auch in ihrem Fall offenbar Betrüger am Werk waren.
Bei dem zugesandten Link habe man unter anderem keine Rezensionen aufrufen können, außerdem öffnete sich die Airbnb-App nicht automatisch. „Auf den zweiten Blick haben wir gesehen, dass es Fake war.“ Heute ist Hönscheid froh, dass die Buchung nicht zustande gekommen ist: „Man versteht Dinge doch erst im Nachhinein, oder? Das Problem mit der gesperrten Karte war im Nachhinein unser Glück.“
Seit Januar lebt die Familie auf den Kanaren und hatte zunächst ein Haus auf La Gomera gemietet. Bereits im März verriet Hönscheid, die auf Fuerteventura aufgewachsen ist, dass sie verschiedene Inseln als dauerhaften Wohnort in Betracht ziehe. „Alle sind unterschiedlich und jede hat ihren Zauber. Wir schauen, was am besten zu uns passt.“
Kennengelernt hatten sich Janni Hönscheid und Peer Kusmagk 2016 bei der RTL-Show „Adam sucht Eva - Gestrandet im Paradies“. Ein Jahr später folgte die Hochzeit. Sohn Emil-Ocean kam im August 2017 zur Welt, Tochter Yoko wurde im Juli 2019 geboren. Im September 2021 komplettierte Sohn Merlin die Familie. In den vergangenen Jahren zog es das Paar immer wieder an neue Orte. Stationen waren unter anderem Berlin, Potsdam, Mallorca und zuletzt Dänemark. Nun hoffen die beiden, auf den Kanaren endlich ihren dauerhaften Lebensmittelpunkt zu finden.
Verwendete Quellen: lpe/spot


