Der tiefe Fall einer Brasilien-LegendeRoberto Carlos hat fast sein ganzes Vermögen verloren

Trau, schau, wem!
Auf dem Platz gehörte Roberto Carlos (53) zu den ganz Großen, seine Karriere brachte ihm ein Millionenvermögen ein. Doch davon blieb nach Angaben des Weltmeisters von 2002 zeitweise kaum etwas übrig. Jetzt spricht er offen darüber, wie es so weit kommen konnte – und warnt junge Fußballprofis.
Probleme mit Beratern, Probleme innerhalb der Familie
Millionen verdient und fast alles wieder verloren. Fußball-Legende Roberto Carlos macht öffentlich, wie dramatisch sich seine finanzielle Situation nach seiner aktiven Karriere entwickelt hat. Beim Portugal Football Summit in Oeiras berichtet der frühere Real-Madrid-Star, dass Probleme mit Beratern und innerhalb seiner Familie enorme Folgen für ihn hatten. Seine Bilanz fällt erschreckend aus. „Wegen Problemen mit Agenten und innerhalb der Familie habe ich 99 Prozent von allem verloren, was ich im Fußball verdient hatte“, wird der 53-Jährige vom brasilianischen Sender Globo Esporte zitiert.
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Roberto Carlos bekam plötzlich unbekannte Dokumente
Besonders drastisch schildert Roberto Carlos den Moment, in dem ihm das Ausmaß seiner Probleme bewusst geworden sei. Er habe ernsthafte Schwierigkeiten mit seinem damaligen Berater sowie ein schwerwiegendes familiäres Problem gehabt. Eines Tages seien ihm Unterlagen vorgelegt worden, von deren Existenz er zuvor nichts gewusst habe. Für ihn fühlte sich das offenbar wie ein finanzieller Kahlschlag an. Er sagt rückblickend, er habe damit seine „gesamte Vergangenheit verloren“.
Wie hoch sein Vermögen tatsächlich einmal war, lässt sich aus den Berichten nicht verlässlich beziffern. Nach Angaben der britischen „Sun“ soll Roberto Carlos während seiner fast zwei Jahrzehnte dauernden Profikarriere insgesamt knapp 155 Millionen Euro verdient haben. Allein bei Anzhi Makhachkala soll sein Wochenverdienst bei rund 99.000 Euro gelegen haben.
Roberto Carlos richtet deutliche Warnung an junge Fußballer
Dabei hatte der Brasilianer nach eigener Aussage durchaus für die Zeit nach dem Fußball vorgesorgt. Als er seine aktive Karriere beendete, besaß er bereits eine Lizenz als Sportdirektor und arbeitete mit verschiedenen Marken zusammen. Trotzdem geriet sein finanzielles Leben aus den Fugen.
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Heute zieht Roberto Carlos, der zurzeit als Jungentrainer bei Real Madrid arbeitet, daraus eine klare Lehre. Er räumt eigene Fehler ein und richtet sich damit ausdrücklich an die nächste Fußball-Generation. Junge Spieler sollten nicht dieselben Fehler machen wie er. Seine eigene Situation habe er inzwischen mit Unterstützung wieder ordnen können.

Vom Weltmeister zum finanziellen Neuanfang
Sportlich hat Roberto Carlos eine Karriere hingelegt, von der andere nur träumen können. Zwischen 1996 und 2007 spielte der Linksverteidiger für Real Madrid, gewann mit den Königlichen unter anderem dreimal die Champions League und vier spanische Meisterschaften. 2002 krönte er sich mit Brasilien zum Weltmeister. Unvergessen ist bis heute auch sein spektakulärer Freistoß gegen Frankreich im Jahr 1997.
Nun sorgt Roberto Carlos nicht mit seinem legendären linken Fuß für Schlagzeilen, sondern mit einem ungewöhnlich offenen Blick auf die Schattenseiten seiner Karriere. Seine Botschaft ist deutlich: Selbst ein Millionenvermögen bietet keine Sicherheit, wenn die falschen Entscheidungen getroffen werden.




