Bewegendes Interview„In guten wie in schlechten“ – Corinna Schumacher über ihre bedingungslose Liebe zu Michael

Mehrere Männer sollen versucht haben, Michael und Corinna Schumacher mit privaten Fotos zu erpressen. (Archivbild)
Corinna Schumacher gewährt in einer neuen Doku über ihren Ehemann Michael viele private Einblicke (Archivbild).
Fredrik von Erichsen/dpa

Das ist ihre ganz persönliche Liebeserklärung an Michael!
Corinna Schumacher nimmt uns in der neuen Netflix-Doku „Schumacher ‘94 – Die Geburt einer Legende“ mit zurück in das Jahr, in dem ihr späterer Ehemann erstmals Formel-1-Weltmeister wird. Und zeigt dabei Seiten der Rennsport-Legende, die nur sie kennt. Sie öffnet sich dabei ungewöhnlich persönlich.

Corinna Schumacher: „Du musst jemanden haben, der dich unterstützt“

Corinna Schumacher sagt in der Doku: „Du weißt einfach, dass jemand für dich bedingungslos da ist. Ob du jetzt die Leistung bringst, ob es dir jetzt gerade nicht gut geht. Und das ist ja das Wichtige eigentlich. Du musst jemanden haben, der dir, der dich unterstützt, in guten wie in schlechten.“ Diese Sätze zeigen, wie groß ihre Liebe zu Michael Schumacher ist!

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Michael Schumacher gibt seiner Frau Corinna nach der Trauung einen zärtlichen Kuß. Um 18.10 Uhr war es endlich vollbracht: Nach großen Startschwierigkeiten hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher seine langjährige Freundin Corinna Betsch standesamtlich geheiratet. Als das frischvermählte Paar in Kerpen-Manheim vor das Gemeindehaus trat, hatten die beiden einen chaotischen Tag hinter sich. Denn am Morgen war die standesamtliche Hochzeit, die eigentlich geheimgehalten werden sollte, wegen des Presserummels zunächst abgesagt worden. Die kirchliche Trauung findet am 5.8.95 in der Kapelle auf dem Bonner Petersberg statt. [dpabilderarchiv]
Michael Schumacher gibt seiner Frau Corinna nach der Trauung einen zärtlichen Kuss. Die beiden heirateten im August 1995.
picture-alliance / dpa | Oliver Multhaup

Michael und Corinna Schumacher: Ihre Liebe beginnt Anfang der 90er

Michael Schumacher und Corinna Betz lernen sich Anfang der 90er kennen. Ihre Mutter ist damals gegen die Beziehung, erzählt Corinna in der neuen Doku. Trotzdem heiratet sie den jungen Rennfahrer im August 95 und bekommt zwei Kinder mit ihm – Mick und Gina. Damals ist Schumi auf dem Weg, ein Formel-eins-Superstar zu werden, und sie unterstützt ihn von Anfang an.

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Bedingungslose Unterstützung, egal was passiert. Corinna Schumacher lebt dieses Motto auch, als ihr Mann 2013 beim Skifahren schwer verunglückt. Er liegt im Koma. Sein aktueller Gesundheitszustand bleibt Familiensache. Bekannt ist aber, Corinna ist immer da. Der Unfall hat auch Corinnas Leben für immer verändert.. Umso überraschender, dass sie sich jetzt so öffnet.

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Die Liebe von Michael und Corinna Schumacher in Bildern

Corinna Schumacher erinnert sich an den Anfang von etwas Großem

Vor Corinna liegt in der Doku ein Stück Formel-1-Geschichte. Der Helm, den Michael Schumacher in seiner ersten Weltmeister-Saison 1994 trägt. Schwarz, Rot und Gold auf der Rückseite – und für Corinna Schumacher viel mehr als nur ein alter Rennfahrer-Helm.

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„Also wenn ich den jetzt so sehe“, sagt sie in der neuen Netflix-Doku „Schumacher ‘94 – Die Geburt einer Legende“, „dann sehe ich natürlich, das ist Michael.“ Wenn dieser Helm zum Einsatz gekommen sei, sei es „immer aufregend“ gewesen. Für Corinna ist damals schon zu spüren: „Es war der Anfang von was Großem.“

Ab dem 2. Oktober blickt die mehr als 100 Minuten lange Netflix-Doku auf genau diesen Anfang zurück. Auf Schumachers erstes WM-Jahr, eine der dramatischsten Saisons der Formel-1-Geschichte – und auf den Menschen hinter dem siebenmaligen Weltmeister.

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„Aber nicht viele kennen Michael, wie ich ihn kenne“

Dabei ist es vor allem Corinna Schumacher, die dem Film seine persönliche Seite gibt. Neben Weggefährten wie Bernie Ecclestone, Flavio Briatore und Schumachers früherem Manager Willi Weber erzählt sie immer wieder von ihrem Michael.

Von einem Mann, dessen Siege und Niederlagen sie gleichermaßen mitfühlt. „Der Michael wusste, mein Herz fährt mit, wenn er gewinnt, aber mein Herz fährt auch mit, wenn er verliert. Mein Herz ist immer dabei“, sagt sie.

Und dann folgt ein Satz, der wohl erklärt, warum ihre Erinnerungen in „Schumacher ‘94 – Die Geburt einer Legende“ so besonders sind: „Viele können viel über Michael sagen. Aber nicht viele kennen Michael, wie ich ihn kenne.“

Corinna erzählt auch von den kleinen Momenten abseits der Rennstrecke. Von einer Bank auf dem gemeinsamen Grundstück am Genfer See, auf der sich das Paar immer ausgesprochen habe. „Wenn ich lauter wurde, wurde er immer leiser“, erinnert sie sich.

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„Schumacher ‘94” zeigt auch Michaels verletzliche Seite

Doch die neue Schumacher-Doku ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Sie erzählt von einem Jahr, das die Formel 1 erschüttert.
Besonders das Rennwochenende in Imola verändert alles. Rubens Barrichello übersteht einen schweren Unfall, Roland Ratzenberger stirbt im Qualifying. Am 1. Mai 1994 verunglückt schließlich Ayrton Senna tödlich. Schumacher fährt hinter ihm, sieht den Unfall – und verliert sein großes Vorbild.

Wie tief ihn diese Tage treffen, bleibt damals weitgehend verborgen. In der Doku erinnert sich Willi Weber daran, Schumacher habe gesagt, dass er nicht mehr weitermachen wolle. Niemand habe ihn beruhigen können. Es ist die verletzliche Seite eines Mannes, der nach außen meist kontrolliert und unerschütterlich wirkt!

Corinna Schumacher hat in der Netflix-Doku das letzte Wort

Für Corinna ist die Rechnung am Ende der Schumacher-Doku ziemlich einfach. Wegen Sperren und Disqualifikationen habe Michael nur zwölf Rennen bestreiten können, die Konkurrenz dagegen 16.

Ihr Fazit fällt entsprechend liebevoll und stolz aus: „Mehr muss ich nicht sagen, er hat es super gemacht.“ Und dann blickt sie bereits auf all das voraus, was nach diesem ersten WM-Titel noch folgen sollte: „Und wie wir wissen, kommt ja noch viel mehr.“

Es ist ein Satz über den Beginn einer einmaligen Karriere. Und aus dem Mund der Frau, die sagt, dass ihr Herz bei jedem Sieg und jeder Niederlage mitfährt, klingt er noch einmal ganz anders.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Netflix, DPA