Schumis Managerin im exklusiven RTL-InterviewMichael Schumacher und Corinna „eine Liebe fürs Leben“

SIE ist die Frau, die Michael Schumacher (57) seit Jahrzehnten managt – zum Start der neuen Schumi-Doku am 2. Oktober spricht Sabine Kehm (61) exklusiv mit RTL.
Der Ruhm verändert für den Rennfahrer fast alles – nur eines nicht: seine Familie. Seine langjährige Managerin Sabine Kehm spricht über die Ehefrau der Formel 1-Legende Corinna als wichtigsten Rückhalt, Michaels Sehnsucht nach Privatleben und darüber, wie Mick und Gina heute auf die Vergangenheit ihres Vaters blicken.
Michael Schumacher braucht die Familie als Rückzugsort

Plötzlich kennt ihn die ganze Welt. Aus dem jungen Rennfahrer aus Kerpen wird in den 90er Jahren innerhalb kürzester Zeit einer der größten Sportstars seiner Generation. Für Michael Schumacher bedeutet dieser Aufstieg aber nicht nur Erfolg und Jubel – sondern auch ein völlig neues Leben.
„Der Junge aus Kerpen wurde plötzlich ein internationaler Superstar“, erinnert sich seine langjährige Managerin Sabine Kehm im exklusiven RTL-Interview. Vor allem das gewaltige Medieninteresse sei für Schumacher zunächst eine Herausforderung gewesen. „Er musste erst lernen, damit umzugehen.“
Umso wichtiger wird für ihn das Leben abseits der Rennstrecke. „Deshalb war ihm sein privater Bereich immer so wichtig“, erklärt Kehm. Dort habe Schumacher Kraft gesammelt: „Er brauchte diesen Rückzugsort, um seine Batterien aufzuladen und die Kraft für seinen Sport zu behalten.“
Corinna und Michael Schumacher: „Eine Liebe fürs Leben“
![Michael Schumacher gibt seiner Frau Corinna nach der Trauung einen zärtlichen Kuß. Um 18.10 Uhr war es endlich vollbracht: Nach großen Startschwierigkeiten hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher seine langjährige Freundin Corinna Betsch standesamtlich geheiratet. Als das frischvermählte Paar in Kerpen-Manheim vor das Gemeindehaus trat, hatten die beiden einen chaotischen Tag hinter sich. Denn am Morgen war die standesamtliche Hochzeit, die eigentlich geheimgehalten werden sollte, wegen des Presserummels zunächst abgesagt worden. Die kirchliche Trauung findet am 5.8.95 in der Kapelle auf dem Bonner Petersberg statt. [dpabilderarchiv]](https://www.rtl.de/img/2696712/1744561191/c16_9/1920/1374075.webp)
An seiner Seite erlebt Corinna Schumacher diesen rasanten Aufstieg von Anfang an mit. Auch sie muss sich erst an ein Leben gewöhnen, in dem plötzlich Millionen Menschen auf ihren Mann und damit auch auf die Familie schauen.
Managerin Kehm beschreibt die Beziehung der beiden mit besonders persönlichen Worten: „Michael und Corinna sind ein grandioses Paar, das ist eine Liebe fürs Leben.“ Beide seien gemeinsam an den Herausforderungen gewachsen. Corinna sei genau wie Michael „in die große, neue Welt reingeworfen“ worden.
Gerade diese gemeinsame Entwicklung gehört für Kehm zu den berührenden Seiten der Schumacher-Geschichte. Denn während Michael auf der Rennstrecke immer berühmter wird, bleibt die Familie für ihn der Ort, an dem er nicht der siebenmalige Formel-1-Weltmeister sein muss.
Mick und Gina tauchen in der Doku in Michaels Vergangenheit ein

Heute blickt auch die nächste Generation auf jene Jahre zurück. Michaels Kinder Mick und Gina Schumacher haben die Geschichte ihres Vaters zwar ihr ganzes Leben begleitet – viele der entscheidenden Momente aber selbst gar nicht miterlebt.
Die Momente hätten sie jetzt in der neuen Netflix-Doku (alle Infos hier) zum ersten Mal intensiv wahrgenommen: „Beide Kinder haben den Film schon gesehen“, sagt Kehm über die Doku, die Schumachers legendäres Jahr 1994 beleuchtet. Für Mick und Gina sei es etwas Besonderes, „in diese Vergangenheit einzutauchen, in der sie beide noch nicht auf der Welt waren“.
Damit sehen sie auch noch einmal den Weg, der ihren Vater vom jungen Fahrer aus Kerpen zum Weltstar macht – lange bevor sie selbst Teil seines Lebens werden.
Michael Schumacher und Ferrari ist die andere, große Liebe

Dass Schumacher trotz seines Erfolgs die Bodenhaftung behält, zeigt sich laut Kehm besonders während seiner Zeit bei Ferrari (1996-2006). Als der Deutsche zu dem Team wechselte, waren viele zu Beginn skeptisch: „Am Anfang war das durchaus eine schwierige Verbindung: diese sehr emotionalen Italiener und der doch sehr traditionsunbewusste Deutsche. Michael fand Ferrari als Projekt toll, aber diesen Mythos und all das, was Ferrari in Italien darstellt, das kannte er zunächst nicht so.“ [...] „Vielleicht war es eine Liebe auf den zweiten Blick. Aber dafür war sie dann umso größer.“ [...] „Ferrari, Michael, Monza: Das ist ein Dreiklang, den jeder Formel-1-Begeisterte einfach liebt.“
Schumacher wurde nicht nur zum sportlichen Aushängeschild der Scuderia, sondern auch zu einem festen Teil des Teams. Kehm erinnert daran, wie sehr ihm die Nähe zu den Menschen bedeutete: „Michael hat sich nie von diesem Team abgesetzt. Er wollte immer einer von ihnen sein. Als er bei Ferrari aufhörte, schenkten ihm die Mechaniker ein großes Bild. Darunter stand: ,Du bist einer von uns.‘ Das war genau das, was Michael immer sein wollte und was er in dieser Zeit auch wirklich war.“
Und deshalb bleibt Michael Schumacher bis heute einer der größten Sportler der Welt.
Verwendete Quelle: eigenes RTL-Interview




