Tödlicher Radunfall mit Wildtier„Unersetzliche Lücke“ – Partnerin und Freunde trauern um Max Riese (†36)

Er war Extremsportler, Abenteurer und ein „ganz besonderer Mensch”.
Nach dem plötzlichen Tod von Max Riese (†36) verabschiedet sich sein engstes Umfeld mit bewegenden Worten. Besonders Partnerin Lisa Winkler, seine Familie und Freunde müssen nun mit einer Lücke leben, die sie als „unersetzlich“ beschreiben.
Freundin Lisa begleitete Max Riese auch bei extremen Abenteuern
Es sind Worte, die zeigen, wie viel mehr dieser Mann war als Rekorde, Höhenmeter und Tausende Kilometer auf dem Fahrrad. Extremradsportler Max Riese ist mit nur 36 Jahren bei einem Unfall gestorben. Zurück bleiben seine Familie, seine Partnerin Lisa Winkler, enge Freunde und eine internationale Bikepacking-Szene, in der Riese längst zu einer festen Größe geworden war.
Seine von ihm gegründete Radsport-Community gravgrav und Lisa nehmen auf Instagram mit einem gemeinsamen Statement Abschied. „Er hinterlässt eine unersetzliche Lücke – in der Community, bei gravgrav, aber vor allem in seiner Familie, bei Lisa, und seinen engsten Vertrauten“, heißt es dort.
Lisa war jedoch mehr als „nur” seine große Liebe. Das zeigte sich unter anderem bei seinem Triple-Everesting-Rekord im August 2025. Damals bewältigte Riese am Gaisberg nahe Salzburg 26.553 Höhenmeter und fast 480 Kilometer innerhalb von 37 Stunden und 37 Minuten. Freundin Lisa war eine wichtige Unterstützerin – und übernahm während der Rekordfahrt am frühen Morgen sogar das Pacing.
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Freude wollen für Extremradsportler Max Riese weiterfahren
In dem Instagram-Post heißt es über ihn, obwohl Ultra-Rennen eigentlich Einzelsport seien, hätten ihm die Menschen und die Gemeinschaft rund um den Sport besonders am Herzen gelegen. Der Appell seiner Freunde passt zu diesem Bild. Sie wollen weiterfahren, entdecken, Menschen verbinden und Grenzen überwinden. Rieses Geist, so schreiben sie, solle „in unseren Herzen, in unseren Ideen und in unserem Tun weiterleben“.
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Tödlicher Unfall wird rekonstruiert – lösen Tierhaare das Rätsel?
Inzwischen gibt es auch von offizieller Seite Gewissheit. Die Polizeiinspektion Berchtesgaden bestätigte BR24, dass es sich bei dem am Dienstagabend, 15. September, tödlich verunglückten Radfahrer auf der Roßfeld-Panoramastraße nahe der österreichischen Grenze in Bayern um Max Riese handelt.
Eine Autofahrerin hatte den 36-Jährigen gegen 20 Uhr schwer verletzt auf der Fahrbahn gefunden und den Notruf gewählt. Die Rettungskräfte konnten Riese jedoch nicht mehr wiederbeleben. Was genau passiert ist, steht weiterhin nicht abschließend fest. Die Polizei vermutet eine Kollision mit einem Wildtier. An Rieses Trikot wurden Tierhaare gefunden, ein DNA-Test steht noch aus. Ob tatsächlich ein Hirsch oder ein anderes Tier beteiligt war, ist bislang nicht geklärt. Die Ermittlungen laufen weiter.

Nach Angaben der Abendzeitung München soll zudem ein Sachverständiger anhand der Spuren rekonstruieren, wie der Unfall ablief. Zeugen waren dem Bericht zufolge zunächst nicht bekannt.
Max Riese starb auf einer Strecke, die er gut kannte!
Die Tragik könnte größer kaum sein. Riese bewältigte Rennen über Tausende Kilometer und fuhr durch Hochgebirge, Wüsten und entlegene Regionen. Die Roßfeld-Höhenringstraße dagegen lag nahe seiner Wahlheimat im Salzburger Raum. Laut Abendzeitung war sie für ihn eine naheliegende Trainingsrunde, die er bereits unzählige Male gefahren war.
Nun bleibt seiner Community nur der Abschied. Bei gravgrav endet er mit drei schlichten Worten, die nach all den gemeinsamen Kilometern besonders schwer wiegen: „See you around, Max.“
Verwendete Quellen: Instagram/gravgrav.cc und the_nihilisa, BR24, Abendzeitung


