Auch ohne eigenen GartenHochbeet anlegen für Anfänger: Mit wenigen Schritten zum perfekten Gemüsebeet

Eine Katze sucht unter einem Hochbeet Schutz vor dem Regen.
Eine Katze sucht unter einem Hochbeet Schutz vor dem Regen.
picture alliance/dpa | Uwe Anspach

Lecker und gesund!
Gemüse und Kräuter aus eigenem Anbau liegen voll im Trend. Aber auch Pflanzen haben so ihre individuellen Vorlieben, wo sie am besten wachsen und leben wollen. Mit diesen Schritten legt ihr das perfekte Gemüsebeet an und züchtet eigene Pflanzen. Und auch, wie man als Anfänger ein Hochbeet anlegt, erfahrt ihr hier.

Mit diesen Schritten zum perfekten Gemüsegarten

Der richtige Standort

Ob am Boden oder im Hochbeet: Bevor das große Buddeln beginnt, sollte man sich Gedanken über den Standort machen. Gemüse wächst am besten an sonnigen und windgeschützten Plätzen. Besonders Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken schaffen es so, ihren vollen Geschmack zu entfalten. Gemüsearten wie Kohl, Spinat, Möhren, Brokkoli, Zwiebeln oder Lauch können in einer eher schattigen Lage angebaut werden – ganz ohne Sonne können allerdings auch diese Pflanzen nicht.

Größe des Gemüsebeets bestimmen

Normalerweise sind der Form eines Beetes keine Grenzen gesetzt. Eine rechteckige Grundform hat sich allerdings bewährt, da das Hacken und Gießen so später leichter fällt. Damit man gut an alle Seiten kommt, ist eine Breite von 1,20 Meter optimal. Um ein bisschen Vielfalt in den Garten zu bekommen, ist auch ein Hügelbeet oder ein Hochbeet* denkbar. Ein Hochbeet eignet sich perfekt für den Balkon oder kleine Terrassen und ist zudem rückenfreundlich. Außerdem haben Schnecken weniger Chancen auf eine Mahlzeit. Kleiner Tipp: Für die meisten Menschen ist eine Höhe von 85 cm ideal.

Richtiges Düngen

Da das Gemüse dem Boden Nährstoffe entzieht, sollten diese in regelmäßigen Abständen wieder zurückgegeben werden. Dafür sollte man genau wissen, wie der Gartenboden beschaffen ist und welches Gemüse dort wachsen soll – danach richten sich dann auch die Düngeempfehlungen. Die Auswahl dabei reicht von Gesteinsmehl und Holzasche bis hin zu organischem Dünger. Zu Beginn des Frühjahrs ist der beste Zeitpunkt zum Düngen, allerdings müssen besonders anspruchsvolle Pflanzen im Sommer ein weiteres Mal versorgt werden. Wie ein Hochbeet natürlich gedüngt wird, das verraten wir euch unten.

Der Bio Gemüsedünger* von Compo verhilft zu einem kräftigen Wachstum und einer hoffentlich reichen Ernte. Einfach den Dünger entsprechend der Dosierungsangabe ausstreuen und ausreichend bewässern.

Bewässerung: Viel hilft viel?

Die richtige Bewässerung hängt von der Gemüseart, dem Boden und der Saison ab. Flachwurzler (etwa Zwiebeln, Kartoffeln oder Radieschen) müssen häufiger als Mitteltief- und Tiefwurzler (zum Beispiel Pastinake, Porree oder Tomaten) gegossen werden. Der Boden sollte nach dem Bewässern gut befeuchtet sein. Idealerweise nutzt man Regenwasser, da es keine Mineralien enthält und den Nährstoffgehalt des Bodens nicht verändert. Ein einfacher Weg, um Regenwasser einzusammeln, sind Regentonnen*.

  • Niemals gießen, wenn es am heißesten ist (also im Sommer nur morgens und abends)

  • Alle 3 bis 6 Tage bewässern, sobald die Pflanze die Blätter hängen lässt

  • Lauwarmes Wasser ist schonender als kaltes Wasser

Gemüse im Hochbeet? So befüllt ihr es

Wer sich für ein Hochbeet entscheidet, muss wissen, dass die Schicht Erde, die oben zu sehen ist, nur die Spitze des Eisbergs ist. Denn ein Hochbeet besteht normalerweise aus mehreren Schichten. Und so setzt sich ein Hochbeet zusammen.

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Hochbeet und seine Schichten.
picture alliance / dieKLEINERT.de / Martin Peschkes | Martin Peschkes
  1. Schicht: Ganz unten sollten in einem Hochbeet Äste oder Strauchgut liegen. Auch Heckenschnitt sollte nicht weggeschmissen werden, da er gut ganz unten im Hochbeet platziert werden kann. So habt ihr eine erste Grundlage für die weiteren Schichten.

  2. Jetzt kommt umgedrehter Rasenschnitt dran, auch sämtliche Grünabfälle können verwendet werden, um das Hochbeet weiter zu befüllen. Vielleicht habt ihr aber auch noch Laub? Das eignet sich ebenfalls hervorragend.

  3. Nun kommen eure halb verrotteten Küchenabfälle dran, und auch sonstiger halbverrotteter Kompost. Merkt euch die Regel: Je weiter oben die Schicht liegt, desto feiner sollte sie sein.

  4. Ganz oben kommen Erde rein und mit ihr vermischt feiner, komplett zersetzter Kompost. Dann nur noch das Gemüse oder Obst rein und fertig ist das Hochbeet!

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Viel Erfolg mit eigenem Gemüse aus dem Hochbeet

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