NRW-Ministerpräsident kritisiert Streit in BerlinBeliebtheit von Hendrik Wüst (CDU) lässt nach - kann sich Schwarz-Grün noch halten?
Nicht nur über einen Rücktritt des Bundestrainers wurde viel diskutiert, sondern auch über ein Amtsende des Bundeskanzlers. Friedrich Merz (CDU) kämpft weiter mit katastrophalen Umfragewerten. Im Gespräch für einen Wechsel war NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Doch auch er verliert jetzt an Beliebtheit - ausgerechnet vor der Landtagswahl 2027.
Konkurrenzkampf zwischen Wüst und Merz entfacht?
So richtig zu Lachen zumute ist Hendrik Wüst (CDU) vermutlich nicht. Die Beliebtheit des NRW-Ministerpräsidenten lässt laut Umfragen nach. Auch seine Partei verliert drei Prozentpunkte. Bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf zeigt er sich dennoch gelassen und sagt: „Das sind alles Wasserstandsmeldungen des Tages. Ich sehe, dass meine Landesregierung mitten im Galopp, wo einfach noch viele Themen laufen, eine parlamentarische Mehrheit hat.” Doch mit der Landesregierung ist dem NRW-Trend nach mehr als die Hälfte (53 Prozent) unzufrieden. Deutlich schlechter steht es um den Bund und vor allem um Kanzler Friedrich Merz (CDU). Seine Umfragewerte sind seit Amtsbeginn im Keller. Spekuliert wurde schon, dass Wüst ihn ablösen soll. In den Medien wird ein Konkurrenzkampf entfacht. Geht er jetzt in die nächste Runde? Für den CDU- Landesparteitag am Samstag (04.07.) hat sich jetzt überraschend Merz angekündigt. Damit dürfte der Sauerländer im Mittelpunkt stehen und nicht mehr Wüst. Er kommentiert das Ganze so: „Ich stehe mit dem Kanzler in einem ständigen Austausch auch in den letzten Tagen. Er hat dann schlicht angeboten, dass er trotz Vorbereitung des NATO-Gipfels und trotz anderer Verpflichtungen vorbeikommt. Er ist ja unser Mitglied. Er war ja auch bei unserer Mandatsträgerkonferenz und ich glaube, bei so ziemlich allen Großveranstaltungen der CDU Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren. Deswegen ist das eher der Normalfall und ich freue mich. Ich freue mich, dass er kommt und auch noch mal das Reformpaket kurz vorstellen wird.”
Im Video: Interview mit Norbert Kersting (Politikwissenschaftler)
Wüst (CDU) kritisiert Streit im Bund
Das am Donnerstag (02.07.) angekündigte Reformpaket hat für viel Kritik gesorgt - genauso wie die Streitigkeiten zwischen Schwarz-Rot. Dafür gibt es auch Gegenwind von Wüst. Er meint: „Wenn wir ehrlich sind, denkt man sich ja dann auch Muss das wieder sein?” Seine Landesregierung zeigt sich nach außen zumindest harmonisch. Für Kritiker läuft das Ganze aber zu geräuschlos angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen. Ob die Beliebtheit von Schwarz-Grün ausreicht, zeigt sich im bei der NRW-Landtagswahl im April 2027.































































