Harte Zeiten für Europas größten AutobauerGewinn bei VW halbiert! Diese Konsequenz zieht der Konzern

Emblem von VW (Volkswagen), aufgenommen in Berlin, 19.02.2026.
VW zieht eine bittere Bilanz.
picture alliance / photothek.de / Florian Gaertner

Bittere Konzern-Bilanz aus Wolfsburg!
VW hat 2025 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Der Gewinn sackte fast um die Hälfte ab. Gründe seien vor allem Probleme bei Porsche, teure US-Zölle und ein schwaches China-Geschäft. Daraus zieht der Konzern eine harte Konsequenz.

Autobauer schreibt zwischenzeitlich rote Zahlen

Volkswagen steckt in einer schweren Krise. Der Gewinn des Konzerns sank im vergangenen Jahr auf knapp sieben Milliarden Euro, das sind rund 44 Prozent weniger als im Vorjahr, damals waren es noch 12,4 Milliarden Euro. Der Umsatz bleibt dagegen mit rund 322 Milliarden Euro nahezu stabil.

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Besonders bitter lief es im dritten Quartal: Da rutscht der Konzern zeitweise sogar in die roten Zahlen und verbucht mehr als eine Milliarde Euro Verlust. Statt Gewinne einzufahren, zieht vor allem die Tochter Porsche mit ihrem Strategiewechsel zur verlängerten Verbrenner-Produktion die Bilanz nach unten.

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China, US-Zölle, Premium-Probleme

Dazu kommen milliardenschwere US-Zölle, die die Bilanz zusätzlich belasten. Auch der wichtige Markt in China entwickelt sich im vergangenen Jahr schwächer. Selbst bei der Premium-Tochter Porsche läuft es nicht rund. In Europa kann der Konzern dagegen leicht zulegen. „Europa bleibt unsere starke Basis”, sagt Konzernchef Oliver Blume in der Pressekonferenz des Konzern am Dienstagmorgen (10. März). Doch das reicht nicht, um die Rückgänge in anderen Regionen auszugleichen.

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Trotz Aufschwung jetzt Stellenabbau!

Zumindest zum Jahresende läuft es für VW wieder etwas besser. Der Konzern nimmt mehr Geld ein als gedacht und steht finanziell stabiler da als befürchtet. Auch bei den Verkäufen bleibt VW weitgehend stabil: 2025 bringt der Konzern weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge auf die Straße, nur minimal weniger als im Jahr zuvor.

Trotzdem zieht Konzernchef Blume die Notbremse: „Unser Geschäftsmodell der vergangenen Jahrzehnte funktioniert so nicht mehr“, sagt er während der Pressekonferenz des Konzerns. Der VW-Konzern will sparen und bis 2030 insgesamt rund 50.000 Stellen streichen, das erklärt der CEO in einem Brief an die Aktionäre. (vhö)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, AFP