Abschied von GambiaUte und Kwesi sehen ihre Zukunft in Deutschland - für die Tochter (9) wird das zur Zerreißprobe
Familien-Drama bei „Goodbye Deutschland”.
Für Ute und Kwesi ist klar, wo ihr gemeinsames Familienleben weitergehen soll. Doch der geplante Umzug von Kwesis neunjähriger Tochter Ida nach Deutschland würde in Gambia eine große Lücke reißen – vor allem bei ihrer Großmutter.
Ute und Kwesi planen ihr Familienleben in Deutschland

Als Kwesi seiner Mutter endlich von den Plänen erzählt, verändert sich die Stimmung mit einem Schlag. Die Großmutter ist die engste Bezugsperson seiner Tochter Ida. Bei ihr wächst die Neunjährige in Gambia auf, umgeben von einer großen Familie und einem vertrauten Alltag. Nun möchten Ute und Kwesi sie zu sich in die Nähe von Heinsberg holen.
22 Jahre Altersunterschied und zwei verschiedene Kulturen trennen die 59-jährige Deutsche und den 37-jährigen Gambier. Trotzdem sind sie seit mehreren Jahren ein Paar. Für beide ist Deutschland inzwischen der Ort, an dem sie ihr Leben gemeinsam aufbauen wollen. Dazu gehört für Kwesi auch, wieder dauerhaft an Idas Seite zu sein.
Er ist überzeugt, dass er seiner Tochter in Deutschland eine bessere Zukunft ermöglichen kann. Ute sieht zugleich, was Ida dafür zurücklassen müsste. Ein neues Land, eine unbekannte Sprache und ein völlig anderes Zuhause wären ein gewaltiger Einschnitt. Dazu kommt die Sorge, dass das Mädchen Ausgrenzung erleben könnte.
Kwesis eigener Aufbruch prägt seinen Wunsch
Wie schwer ein Abschied sein kann, weiß Kwesi aus seiner eigenen Geschichte. Als er Gambia verließ, weihte er seine Familie zunächst nicht ein. „Ich war nur einfach weg und keiner von meiner Familie wusste das am Anfang. Ich habe niemandem was gesagt“, erzählt er.
Mit nur einem Rucksack machte er sich auf den Weg. Zehn Monate war Kwesi unterwegs und zog durch mehrere Länder. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit machen es verständlich, warum er seiner Tochter heute mehr Sicherheit bieten möchte. Gleichzeitig weiß Kwesi, dass Ida nicht einfach nur ihren Wohnort wechseln würde. Sie müsste einen Menschen zurücklassen, der ihr bisher Halt und Geborgenheit gegeben hat.
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Idas Großmutter trifft die Nachricht völlig unvorbereitet
Bis zu diesem Moment ahnt die Oma nichts von dem geplanten Umzug. Entsprechend emotional wird das Gespräch. Für sie hängt an Ida weit mehr als der gemeinsame Alltag. Sie möchte unbedingt noch die erste Kommunion ihrer Enkelin im Jahr 2026 miterleben, bevor das Mädchen Deutschland zu seinem neuen Zuhause machen könnte.
Das Paar versucht, ihren Schmerz aufzufangen. Beide machen deutlich, wie dankbar sie ihr dafür sind, dass sie Ida all die Jahre begleitet und großgezogen hat. Sogar die Möglichkeit, die Großmutter später mit nach Deutschland zu nehmen, sprechen sie an. Doch eine einfache Lösung gibt es nicht. Jede Entscheidung verändert das Leben der ganzen Familie.
Verwendete Quelle: VOX


































