Hoher Besuch im TaubenschlagZu Gast bei Taubenzüchtern – NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) besucht Verein in Gelsenkirchen

von Martin Breunig

Erst einmal einen Kaffee! NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat am Freitag (28.08.) einen Brieftaubenzüchterverein in Gelsenkirchen-Schalke besucht. Statt großem politischen Empfang gab es dort Stammtisch, Taubenschlag und Gespräche über die Probleme der Stadt. Bei den Züchtern hinterließ der Ministerpräsident offenbar einen ziemlich bodenständigen Eindruck.

Taubenzüchter spricht mit Wüst über Probleme in Gelsenkirchen

Vereinsvorsitzender Peter Stollfuß ist seit seiner Kindheit bei den Brieftaubenzüchtern dabei. Schon sein Vater und sein Großvater teilten die Leidenschaft. Dass jetzt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) persönlich im Vereinsheim vorbeischaute, freut den 59-Jährigen. „Es ist wichtig, dass wir Gelsenkirchen wieder hochbringen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Die Stadt habe durch das Ende von Bergbau und Stahlindustrie viel verloren. Von einst rund 400.000 Einwohnern ist die Bevölkerungszahl auf knapp 271.000 gesunken. Hinzu kommen eine hohe Arbeitslosigkeit und Probleme mit verwahrlosten Gebäuden und sogenannten Schrottimmobilien. Auch deshalb wollte sich Wüst bei seinem Besuch ein Bild von der Stadt und den Menschen vor Ort machen.

Wüst erinnert sich an Tauben seines Vaters

Im Taubenschlag wurde es dann persönlich. Mit Vögeln kennt sich der Ministerpräsident nämlich nach eigener Aussage durchaus gut aus. Sein Vater habe schon als kleiner Junge Tauben gehabt und sich später im Ruhestand wieder welche zugelegt. „Endlich normale Leute“, scherzte Wüst bei seinem Besuch. Mit den Züchtern habe er sich zuvor schon über Erinnerungen aus seiner Familie unterhalten. Der Termin schien damit zumindest zeitweise weniger nach politischem Pflichtprogramm und mehr nach einem Besuch unter Bekannten auszusehen.

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„Er ist wie du und ich“

Auch bei Vereinschef Stollfuß kam der Ministerpräsident gut an. Vor dem Treffen sei er zunächst noch etwas aufgeregt gewesen. Das habe sich aber schnell gelegt. „Ganz umgänglich“, beschreibt Stollfuß den Ministerpräsidenten nach dem Treffen. „Er ist wie du und ich. Muss man wirklich so sagen.“ Rund 45 Minuten verbrachte Wüst bei den Brieftaubenzüchtern in Gelsenkirchen. Dann hieß es Abschied nehmen: Die Tauben flogen los – und auch der Ministerpräsident musste weiter zum nächsten Termin.