Eintrittspreise schwanken je nach AuslastungVolles Freibad, teures Ticket – Düsseldorf setzt auf dynamisches Preissystem

Sonne, 30 Grad und ab ins Freibad! Doch wer an besonders heißen Tagen spontan in ein Schwimmbad in Düsseldorf möchte, muss unter Umständen tiefer in die Tasche greifen. Die dortige Bädergesellschaft setzt auf ein dynamisches Preissystem: Je stärker ein Bad ausgelastet ist, desto höher fällt der Eintritt aus.

Vier Preisstufen für den Freibadbesuch

Schon seit 2023 gibt es die flexiblen Preise bei Online-Tickets. Inzwischen gilt das System auch an den Tageskassen. Insgesamt gibt es vier Preisstufen. Für Erwachsene kostet der Eintritt je nach Auslastung zwischen 4,80 Euro und 7,04 Euro. Die Bädergesellschaft möchte damit die Besucherströme besser steuern. Wer frühzeitig plant oder weniger gefragte Zeiten nutzt, kann Geld sparen und gleichzeitig dazu beitragen, überfüllte Bäder zu vermeiden.

Besucher sind unterschiedlicher Meinung

Bei den Badegästen sorgt das System für gemischte Reaktionen. Einige finden die Preisstaffelung sinnvoll, weil sie dazu beitragen könne, die Besucherzahlen besser zu verteilen. Andere sehen darin eine zusätzliche Belastung – insbesondere für Familien mit kleinerem Budget. Kritiker bemängeln, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen an besonders heißen Tagen mehr bezahlen müssten. Befürworter dagegen hoffen, dass sich dadurch die Auslastung besser verteilt und die Freibäder weniger überfüllt sind.

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Familien können mehrere Euro sparen

Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt ein Vergleich: Für eine vierköpfige Familie kostete der Eintritt am Donnerstag (18.06.) rund 21,20 Euro. Einen Tag später – am Freitag (19.06.) – lag der Preis meistens nur noch bei 15,90 Euro. Dynamische Preise sind längst nicht mehr ungewöhnlich: Fluggesellschaften, Hotels oder Veranstalter nutzen ähnliche Systeme seit Jahren. Für ntv-Wirtschaftsexperten Ulrich Reitz ist das allerdings problematisch. Wenn sich Eintrittspreise für Schwimmbäder wie Flugtickets entwickeln, wirke das schnell wie Abzocke.

Bädergesellschaft hält an Modell fest

Trotz der Kritik möchte die Bädergesellschaft Düsseldorf das System beibehalten. Ziel sei es, die Besucher besser zu lenken und die vorhandenen Kapazitäten optimal auszunutzen. Wer wenige Tage im Voraus plant und die Preisentwicklung beobachtet, kann laut Betreiber weiterhin günstig ins kühle Nass springen – auch bei sommerlichen Temperaturen.