Zwischen Luxusföhn und AlltagskammTOP HAIR Düsseldorf: Luxus-Trends und einfache Tipps für besseres Haar

von Annalena Kirsten

Glanz, Glamour, große Gesten: Auf der TOP HAIR in Düsseldorf hat die Friseurbranche am Samstag (21.03.) und Sonntag (22.03.) gezeigt, was beim Styling in Zukunft Trend sein könnte. Auf der Leitmesse der Branche reichen die Neuheiten vom Luxusföhn bis zur Profi-Schere – dort finden Friseure alles, was den Salonalltag schöner macht.

Pflege geht auch günstig

Ein Beispiel dafür ist „Head Spa“ – ein Trend aus Asien, bei dem das Haarewaschen zur Wellness-Behandlung für Kopfhaut und Sinne wird. Die intensiven Anwendungen mit Massage, Spezialprodukten und Spa-Ambiente kosten schnell dreistellige Beträge. Charlotta Venske, die für eine japanische Haarpflegemarke arbeitet, sagt aber: Auch ohne Luxus-Treatment lässt sich der Kopf verwöhnen – einfach, indem sich jeder beim Waschen mehr Zeit nimmt, die Kopfhaut bewusst massiert und Verspannungen löst. Weniger ist oft mehr – das gilt auch nach dem Waschen. Der Düsseldorfer Friseur Maleeq Oz warnt davor, nasse Haare direkt mit der Bürste durchzukämmen. Besser: Erst vorsichtig mit den Fingern entwirren, die Haare leicht antrocknen lassen und dann erst zur Bürste greifen. So werden die Längen geschont, und die Struktur bleibt intakt. Beim Föhnen und Glätten raten Profis außerdem zu weniger Hitze und mehr Geduld: Föhnen in Etappen, die Haare zwischendurch auskühlen lassen – das sorgt für länger haltende Styles und weniger Schaden. Danach geht’s ans Styling. Wie kreativ das Ergebnis aussehen kann, zeigt Star-Stylist Patrick Cameron aus Neuseeland auf der Bühne. Looks, die mit etwas Übung auch zu Hause gelingen können. Sein wichtigster Tipp: lieber einfache Frisuren wählen, statt sich zu überfordern und immer darauf achten, dass der Style zum Gesicht passt.

Studium statt Schere 

Viele junge Menschen entscheiden sich heutzutage aber fürs Studium, während Salons händeringend Nachwuchs suchen. Trotzdem gilt für sie das alte Motto: Handwerk hat goldenen Boden – denn Haare wachsen immer, und Kreativität im Salon wird weiter gebraucht, betonte Manuela Härtelt-Dören, Präsidentin des Zentralverbands Friseurhandwerk. Um mehr junge Leute für die Branche zu begeistern, bietet die TOP HAIR für Azubis und alle, die es werden wollen, freien Eintritt – und damit einen kostenlosen Blick auf alles, was das Friseurhandwerk schöner macht.