Mutter und Tochter im Wagen verbranntTödliches Autorennen? Prozess gegen Ex-Nachwuchsspieler vom 1. FC Köln
Vor dem Landgericht Köln hat am Freitag (20.02.) der Prozess um einen tödlichen Unfall auf der A555 begonnen. Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln sollen sich im Dezember 2023 ein illegales Autorennen geliefert haben. Deswegen kommt es zum Unfall, bei dem eine 23-Jährige und ihre Mutter starben.
„Ein riesengroßer Schock“ – Freund sucht Abschluss
Für Chris Herzog war Ylvi die beste Freundin. Beim Prozessauftakt wollte er die Angehörigen unterstützen und selbst einen Abschluss finden. Der plötzliche Tod der 23-Jährigen habe ihn „von null auf hundert“ getroffen, sagte er.
205 Stundenkilometer auf der A555
Laut Staatsanwaltschaft lieferten sich Vladislav F. und Winzent S. im Dezember 2023 auf der A555 bei Wesseling (Rhein-Erft-Kreis) ein illegales Autorennen. Mit einem Audi und einem Mercedes sollen sie sich mehrfach rechts und links überholt haben – teils mit bis zu 205 Stundenkilometern. Einer der Wagen prallte schließlich auf einen VW Polo. Das Auto fing Feuer, Mutter und Tochter starben noch am Unfallort. Die beiden Angeklagten bestreiten aber, sich ein Rennen geliefert zu haben. Die Staatsanwaltschaft stützt sich unter anderem auf die Auswertung technischer Daten sowie auf Zeugenaussagen.
Lebenslange Haft möglich
Die beiden 22-Jährigen stehen wegen illegalen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge vor Gericht. Je nach Verlauf des Prozesses könnte auch eine Verurteilung wegen Mordes im Raum stehen – dann müssen sie mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Ein Urteil wird für Ende April erwartet.

































