Tierischer Nachwuchs in NRWSechs kleine Stinker: Tierbabys in Kleve mit spezieller Duftnote
Im Tiergarten Kleve gibt es tierischen Nachwuchs: Gleich sechs Stinktier-Babys sind dort im Mai geboren worden. Die kleinen Streifenskunks ziehen jetzt die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich – und sorgen trotz ihres zweifelhaften Rufs für Begeisterung.
Stinkende Selbstverteidigung
Ihren Namen verdanken die Tiere ihrem besonderen Verteidigungsmechanismus. Fühlen sie sich bedroht, warnen sie zunächst mit Fauchen und Stampfen. Erst dann versprühen sie ihr nach faulen Eiern riechendes Sekret – und das zielgenau über mehrere Meter. Der Geruch ist intensiv und kann mehrere Tage anhalten. Ein direkter Treffer ins Gesicht, kann bei Menschen auch Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Tierpfleger Arne Schiemann beschreibt es als starken, knoblauchartigen Duft. Wenn er und seine Kollegen zu den Tieren müssen, tragen sie deshalb Schutzkleidung.
Gute Chancen im Zoo
Sechs Jungtiere auf einmal sind bei Stinktieren nichts Ungewöhnliches. In freier Wildbahn überlebt ein großer Teil der Tiere den ersten Winter nicht, deshalb ist die Reproduktionsrate entsprechend hoch. Im Tiergarten Kleve sind die Bedingungen deutlich besser: Die Tiere werden versorgt und haben gute Chancen, gesund aufzuwachsen. Beim Futter sind Stinktiere unkompliziert. Sie sind Allesfresser und ernähren sich in der Natur von Insekten, Fleisch und Früchten. Im Zoo gibt es frisches Gemüse für eine ausgewogene Ernährung. Im Klever Tiergarten teilen sich die Stinktiere ihr Zuhause mit Baumstachlern. Konflikte gibt es kaum, da beide Arten unterschiedliche Bereiche nutzen: Die Skunks bleiben am Boden, während die Baumstachler eher in die Höhe gehen. Wer die Tiere live erleben möchte, hat aktuell besonders gute Chancen: Stinktiere sind vor allem in der Dämmerung aktiv und der Tiergarten hat im Sommer teils bis 21 Uhr geöffnet.
































