Kuriose Verwechslung bei der Stadt KölnPlötzlich zweifacher Vater: 38-Jähriger soll für fremde Kinder zahlen
Felix Steinkamp staunt nicht schlecht, als er Post von der Stadt Köln bekommt. Laut Behörde hat der 38-Jährige plötzlich zwei Kinder – und soll für die beiden auch noch zahlen. 331,65 Euro Elternbeitrag werden pro Monat fällig. Das Problem: Es handelt sich überhaupt nicht um seinen Nachwuchs.
Aus einem Irrtum wird plötzlich eine Geldforderung
Zunächst hält Felix Steinkamp das Schreiben für einen Scherz. Doch Aktenzeichen und Absender machen ihm schnell klar, dass die Forderung tatsächlich von der Stadt Köln stammt. Gleich am nächsten Morgen greift er zum Telefon, um die Verwechslung aufzuklären. Doch so einfach lässt sich das Problem nicht aus der Welt schaffen. Nach Angaben des 38-Jährigen glaubt ihm das zuständige Amt zunächst nicht und fordert weiterhin die Zahlung für die beiden Kinder. Steinkamp fühlt sich am Telefon nicht ernst genommen.
Erst der Anwalt bringt Bewegung in den Fall
Schließlich schaltet der 38-Jährige einen Anwalt ein. Der legt umgehend Widerspruch gegen die Forderung ein, damit es gar nicht erst zu einer Zahlung kommt. Mehr als einen Monat später lenkt die Stadt schließlich ein und hebt die Zahlungsaufforderung auf. „Die genaue Ursache der Personenverwechslung konnte im Nachhinein nicht rekonstruiert werden“, teilt die Stadt Köln schriftlich mit. Trotz aller Sorgfalt im Umgang mit Personendaten lasse sich eine solche Verwechslung nicht vollkommen ausschließen.
Persönliche Daten fremder Kinder offengelegt
Für Felix Steinkamp ist die finanzielle Forderung damit zwar vom Tisch. Ein anderer Punkt beschäftigt ihn aber weiterhin: der Umgang mit den persönlichen Daten. Nach seinen Angaben standen in dem Schreiben unter anderem die Namen der Kinder, Informationen über ihre Betreuung in der Kindertagesstätte und Angaben zum Bruttoentgelt des möglichen Vaters. Steinkamp fordert deshalb einen besseren Schutz solcher persönlichen Daten. Die Stadt Köln verspricht, den Datenschutz künftig noch stärker zu prüfen und weitere Verwechslungen zu verhindern. Für Felix Steinkamp ist der Fall damit zumindest aufgeklärt – und er kann sich wieder auf seinen eigenen Sohn konzentrieren, wenn der ihn besucht.

































