Motorschirmfliegen in Delbrück Paramotorflieger Marlon Jonat

von Daniela Wüstner

Die Welt aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Das ist der Reiz vieler Sportler, die es mit ihren Sportgeräten in die Luft zieht. Ob Gleit, Tandem oder Fallschirme, sie gehören in den warmen Sommermonaten beim Blick nach oben einfach dazu.

Patamotor – What?

Wie im Flugzeug, nur eben mit viel mehr Beinfreiheit. So fühlt sich Paramotorfliegen an. Paramotorfliegen ist motorisiertes Gleitschirmfliegen. Das Sportgerät besteht im Wesentlichen aus einem Propeller, einem Motor mit Tank und einem Gleitschirm. Der Motor wird dabei mit einem Rucksack am Rücken getragen. Damit sind vor allem auch längere Flugstrecken besser planbar. Voraussetzung zum Fliegen: die Ausbildung zum Motorschirmpiloten. Also quasi eine offizielle Sportpilotenlizenz. Die besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Und da wird dann gepaukt: Meteorologie, Navigation oder auch Luftrecht stehen auf dem Lehrplan. Die Ausbildung kostet bis zu 4.000 Euro.

Die Suche nach dem Nervenkitzel

Wer in die Luft will, muss auch mit Herausforderungen rechnen. Marlon Jonat kennt das nur zu gut. Er fällt aus 530 Meter in die Tiefe, bei ca 9 Metern pro Sekunde, das entspricht einer Sinkgeschwindigkeit von 32 Stundenkilometern. Die Verletzungen: unter anderem ein zertrümmertes Becken oder auch eine gequetschte Lunge.

Er hat monatelang gebraucht, wieder fit zu werden. Aufhören zu fliegen, kommt für Marlon Jonat aber nicht in Frage. Zwar will der frisch gewordene Papa es paramotortechnisch etwas ruhiger angehen, so ganz ohne Propeller auf dem Rücken wird es dann aber doch nicht gehen. Fliegen ist für ihn Ausgleich und Freiheitsgefühl.