Ausstellung mit hunderttausenden Exemplaren NRWs größte Kürbisschau verwandelt Mechernich in einen Dschungel
Ein Dschungel mitten in der Eifel – und seine Bewohner bestehen aus Kürbissen. Auf dem Krewelshof in Mechernich (Kreis Euskirchen) eröffnet am Sonntag (30.08.) NRWs größte Kürbisschau. Hunderttausende Kürbisse verwandeln das riesige Gelände in eine bunte Dschungelwelt mit Elefanten, Affen und Krokodilen. Hinter dem Spektakel steckt fast ein ganzes Jahr Arbeit.
Kürbisfiguren reisen von Hof zu Hof
Rund um eine große Wasserstelle wachsen derzeit die außergewöhnlichen Bewohner des Kürbis-Dschungels. Ein Krokodil, ein Elefant oder ein Papagei sind genauso dabei wie Balou und Mogli aus dem „Dschungelbuch“. Die Grundgerüste für die riesigen Figuren stammen von einem Berliner Künstler und werden anschließend mit unzähligen Kürbissen bestückt. Dabei bekommt der Krewelshof nicht jedes Jahr komplett neue Konstruktionen. „Das sind Wanderfiguren“, erklärt Juniorchef Max Bieger. Der Hof arbeitet mit anderen Betrieben zusammen und tauscht die Figuren regelmäßig aus. So kann jedes Jahr eine neue Ausstellung unter einem anderen Motto entstehen.
Planung für Kürbisschau beginnt schon im November
Seit 15 Jahren gehört die große Kürbisschau zu den Herbst-Highlights auf dem Krewelshof. Inzwischen haben Max und Bibiane Bieger die Organisation weitgehend von ihren Eltern Theo und Danielle übernommen. Für die Familie ist die Ausstellung allerdings kein Projekt, das erst wenige Wochen vor der Eröffnung beginnt. „Nach der Kürbisschau ist vor der Kürbisschau“, sagt Bibiane Bieger. Schon im November werde geplant, welche Kürbissorten für das folgende Jahr angebaut werden müssen. Mehr als 280.000 Pflanzen haben in diesem Jahr rund eine Million Kürbisse hervorgebracht. Viele davon landen jetzt in den aufwendig gestalteten Figuren und Kulissen.
Zehn Fußballfelder voller Herbst und Dschungel
Für den Aufbau sind zahlreiche helfende Hände im Einsatz. Einer von ihnen ist der 22-jährige Saisonarbeiter Sascha Osibchuk aus der Ukraine. Zuvor arbeitete er als Kanalreiniger – die Arbeit zwischen Kürbissen und Dschungelfiguren gefällt ihm deutlich besser: Der „verrückte Job“ sei viel interessanter als seine vorherige Tätigkeit. Das gesamte Gelände ist ungefähr so groß wie zehn Fußballfelder. Trotz der langen Trockenperioden in diesem Sommer präsentieren sich die Wiesen rund um die Figuren saftig grün. Möglich macht das unter anderem ein acht Meter tiefes Regenwasserbecken, in dem Niederschläge gesammelt und zur Bewässerung genutzt werden können. Ab Sonntag (30.08.) können Besucher den fertigen Kürbis-Dschungel selbst erkunden – inklusive zahlreicher Fotospots, Kürbisgerichten und einer Indoor-Lichterschau.































