Fremde Milch für NeugeboreneMuttermilchbank in Duisburg - für Frühchen zählt jeder Milliliter
In Duisburg hat vor kurzem die neunte Muttermilchbank in NRW eröffnet. Dort können Mütter ihre Milch spenden. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Spende geht dann an Frühchen.
Erste Muttermilchspenderin der Sana Kliniken Duisburg
Alma ist eine Kämpferin. Sie hatte einen schwierigen Start ins Leben, denn das Baby kam drei Monate zu früh auf die Welt. Seine Mutter Julia Flür hatte eine Schwangerschaftsvergiftung. Bei der Geburt im Februar wog Alma nur 790 Gramm. Gut einen Monat später bringt sie schon 1.220 auf die Waage. Damit Alma zulegt, bekommt sie aktuell alle zwei Stunden Muttermilch von Mama Julia. Gleichzeitig spendet die 37-Jährige die Nahrung aber auch an andere. Weil ihre Kleine noch nicht so viel braucht, hat sie bis zu einem halben Liter am Tag übrig. Damit ist sie die erste und aktuell einzige Spenderin der Sana Kliniken Duisburg.
Spenderinnen müssen gesund sein
Seit diesen Monat gibt es in den Sana Kliniken Duisburg eine Muttermilchbank. Spenden dürfen ausschließlich Mütter, die selbst Kinder in den Kliniken zur Welt gebracht haben. Außerdem müssen sie gesund sein. Bevor die Babys aber die abgepumpte fremde Milch bekommen dürfen, muss die erst pasteurisiert werden. Die Nahrung kann in diesen Tiefkühlern bis zu drei Monate lang gelagert werden. In Duisburg können so aktuell Frühchen bis 800 Gramm versorgt werden. Wenn ihre Mütter selbst noch nicht genug Milch haben.
Erste Muttermilchbank NRWs eröffnet 2015 in Dortmund
Vorher kam die Spendermilch für die Frühchen aus Kliniken in Leipzig und Freiburg. Sie konnten aber nicht immer den Bedarf decken. Das Prinzip der Muttermilchbanken ist nicht neu. Startschuss in NRW war 2015 in Dortmund. Mit der in Duisburg sind es mittlerweile neun in unserem Bundesland.
Landesregierung fördert Banken mit rund eine Million Euro
Zur Unterstützung für den Ausbau der Milchbanken sind von der Landesregierung knapp eine Million Euro geflossen. Rund 30.000 landeten in Duisburg. Ziel ist es, ein landesweites Netzwerk aufzubauen. Die Klinken in Duisburg hoffen jetzt auf mehr Spenderinnen wie Julia Flür - denn jeder Milliliter zählt.

































