Landesregierung will neue Industriejobs schaffenMond-Mission für NRW? Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) macht Werbung für Raumfahrt

von Vanessa Brodka

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will hoch hinaus. Er wirbt für Nordrhein-Westfalen als Raumfahrt-Land und war dafür am Mittwoch (27.05.) im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt zu Gast.

Ministerpräsident auf Mond-Mission 

Am Mittwoch (27.05.) landete im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hoher Besuch: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und die Astronauten Matthias Maurer sowie Alexander Gerst waren da. Sie wollen Werbung machen: Für Nordrhein-Westfalen als Raumfahrtland Nummer eins. Zum Mond schießen lassen, würde sich Astro-Alex sofort freiwillig. Das Gefühl im Weltall war für ihn unbeschreiblich. Trainiert für solche Missionen wird unter anderem in der sogenannten Luna-Anlage – einer künstlichen Mondlandschaft. Zuletzt war 1972 ein Mensch auf dem Mond. Bislang war noch kein Deutscher dort. Solche Reisen kosten Milliarden - hauptsächlich Steuergelder. Diese wären auch gut zum Beispiel in Straßen und Brücken investiert, sagen Kritiker - gerade jetzt. Hintergrund: Der Wirtschaft geht es weiterhin schlecht. Trotzdem macht sich Wüst für die Raumfahrt stark. Sie soll neue Jobs schaffen. In NRW sind mehr als 400 Unternehmen in der Branche.

Internationale Konkurrenz ist galaktisch groß

In NRW stehen zehntausende Jobs auf dem Spiel. Das war kein Thema beim ersten Industrietag Raumfahrt NRW. Die NRW-Industrieministerin Mona Neubaur (Grüne) war nicht dabei. Sie schickte eine Videobotschaft. Nordrhein-Westfalen ist nicht das einzige Bundesland mit Weltall-Ambitionen. Auch Bayern will nach den Sternen greifen und international ist die Konkurrenz galaktisch groß. Mit USA, Russland und China kann Deutschland noch nicht mithalten, erklärt Astronaut Matthias Maurer.