„Locker vom Hocker zum Land“Mona Neubaur (Grüne) im Gespräch – RTL WEST Sommerinterview mit der stellv. NRW-Ministerpräsidentin

Bröckelnde Brücken, zu viel Bürokratie und eine Wirtschaft unter Druck: NRW steht vor großen Herausforderungen. Mittendrin ist Mona Neubaur (Grüne). Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Landeswirtschaftsministerin spricht im RTL WEST-Sommerinterview darüber, was sich ändern muss – und wie ihre Partei vor der Landtagswahl 2027 wieder punkten will.

„Irgendwas stimmt hier nicht mehr“

Den Frust vieler Menschen im Land nimmt Neubaur ernst. Wenn Bürger sagten, dass etwas nicht mehr stimme und es nicht gerecht zugehe, müsse die Politik darauf reagieren. Für die Grünen seien Abschottung und geschlossene Grenzen allerdings nicht die Lösung. Neubaur setzt stattdessen auf ein weltoffenes NRW und betont: „Vielfalt ist die bessere Antwort als Einfalt.“

Neubaur will Bürokratie abbauen

Auch bei der Wirtschaft sieht die Grünen-Politikerin Handlungsbedarf. Zum 1. Januar 2027 sollen Berichts- und Dokumentationspflichten des Landes grundsätzlich wegfallen. Nur Vorschriften, deren Fortbestand begründet werden kann, sollen erhalten bleiben. Neubaur spricht von einem „Paradigmenwechsel“. Ziel sei ein moderner und handlungsfähiger Staat, der zunehmend digitaler werde.

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Von „toxischer Männlichkeit“ bis zu Tagesausflügen durch NRW

Im Gespräch mit RTL WEST-Chef Jörg Zajonc und Landtagskorrespondentin Vanessa Nikić geht es aber nicht nur um Wirtschaft und Politik. Neubaur spricht auch über „toxische Männlichkeit“ und ihre persönliche Verbindung zu Nordrhein-Westfalen. Die gebürtige Bayerin ist seit 2022 stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie. Im Urlaub habe sie sogar Tagesausflüge durch NRW gemacht: „Es gibt hier viel zu sehen.“