Eine Woche vor dem Schulstart in NRWLehrermangel und Sprachförderung: FDP fordert neuen Kurs für NRW-Schulen

Anfang September beginnt in Nordrhein-Westfalen das neue Schuljahr. Während für viele Kinder zum ersten Mal Schulbank statt Kita angesagt ist, rückt die FDP die Probleme an den Schulen in den Fokus. Fast 8.000 Lehrerstellen sind derzeit unbesetzt. Die Liberalen fordern deshalb neue Konzepte gegen den Personalmangel, mehr Entscheidungsfreiheit für Schulen und freiwillige Förderangebote in den Sommerferien.

FDP fordert mehr Freiheiten für Schulen

Kurz vor dem Start des neuen Schuljahres macht die NRW-FDP Druck auf die Landesregierung. Die stellvertretende NRW-Fraktionsvorsitzende Franziska Müller-Rech fordert, stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Schulen und Schüler vor Ort zu schauen. Statt Entscheidungen ausschließlich aus dem Landtag heraus zu treffen, müssten die Verantwortlichen stärker die Realität an den Schulen berücksichtigen. Gleichzeitig sollten Schulen mehr Freiheiten bekommen, bestimmte Dinge selbst zu entscheiden.

Freiwillige Sommerschule in den Ferien

Sprachförderung und Lehrermangel gehörten bereits im vergangenen Schuljahr zu den großen Baustellen der Bildungspolitik. Aus Sicht der NRW-FDP reichen die bisherigen Maßnahmen allerdings nicht aus. Eine ihrer Forderungen: eine Art Sommerschule. In den letzten beiden Wochen der Sommerferien sollen Schüler freiwillig Unterrichts- und Förderangebote besuchen können. Kinder könnten so Lernstoff nachholen oder sich gezielt auf das kommende Schuljahr vorbereiten.

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Fast 8.000 Stellen an NRW-Schulen unbesetzt

Besonders groß bleibt die Herausforderung beim Lehrermangel. Nach Angaben des NRW-Schulministeriums sind an den öffentlichen Schulen des Landes derzeit rund 7.800 Stellen unbesetzt.

Lehrerberuf soll für Seiteneinsteiger attraktiver werden

Für Müller-Rech bleibt der Kampf gegen den Lehrermangel eine Mammutaufgabe. Die FDP will unter anderem den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf attraktiver machen. Gleichzeitig soll das Lehramtsstudium stärker an der Praxis ausgerichtet werden. Damit allein lassen sich die Tausenden offenen Stellen zwar nicht kurzfristig besetzen. Aus Sicht der Liberalen müsse die Politik aber jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit sich langfristig mehr Menschen für den Beruf entscheiden. NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) äußerte sich auf Anfrage von RTL WEST am Dienstag (25.08.) nicht zu den Forderungen der FDP.