Zellen-Kontrolle in Köln: Spürhund durchsucht Haftraum„Der Strafvollzug ist sicher“ - NRW-Justizminister Limbach nach mehreren Drogen- und Handyfunden in Gefängnissen
Drogen, Korruption, Sicherheitslücken: Mehrere Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen standen zuletzt im Fokus - mit ihnen auch der NRW-Justizminister. Am Dienstag (25.08.) hat Benjamin Limbach (Grüne) die JVA in Köln besucht. Dort hat er sich unter anderem angeschaut, wie in Zellen nach verbotenen Gegenständen gesucht wird.
Schäferhund Evi hat Super-Spürnase
Im Tennisball, im Rasierer oder in der Konservendose: Für Handys, Drogen und Co. gibt es im Knast viele Verstecke. Trotzdem hat Evi meistens den richtigen Riecher. Der belgische Schäferhund kann sowohl Technik als auch Betäubungsmittel erschnüffeln. Laut Frank Pohlen, Leiter Sicherheit und Ordnung in der JVA Köln, werden 99,9 Prozent der Verstecke gefunden. Die Zellen in Köln werden mindestens einmal pro Woche kontrolliert - bei Verdachtsfällen auch täglich. Besonders beliebt sind Handys. Vergangenes Jahr wurden in den Gefängnissen in NRW 1.337 von ihnen entdeckt.
Justizskandal in NRW
Ziel ist allerdings, dass verbotene Gegenstände erst gar nicht in die Gefängnisse kommen. Möglichkeiten gibt es aber einige: Besucher, Lieferverkehr, Fahrdienste, Überwürfe von außen, aber auch JVA-Bedienstete selbst. Wegen ähnlicher Vorwürfe standen zuletzt mehrere Anstalten in NRW im Fokus - darunter die JVA Euskirchen und die JVA Rheinbach. Der Verdacht: Korruption. So sollen beispielsweise Handys an Häftlinge verkauft worden sein. Außerdem sei gegen Geld vor Kontrollen gewarnt worden. Deshalb stand auch der NRW-Justizminister in der Kritik. Limbach (Grüne) machte sich in der JVA Köln selbst ein Bild. Er will bei den Mitarbeitern nachschärfen, zum Beispiel mit Taschenkontrollen.
Keine absolute Sicherheit im Knast
Abschließend erklärte der NRW-Justizminister: „Der Strafvollzug ist sicher.“ Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es so oder so nicht. Sonst müssten die Justizvollzugsanstalten komplett von der Außenwelt abgeschottet werden. Also wird auch in Zukunft auf Spürnasen wie Evi gesetzt: Die hoffentlich den richtigen Riecher haben.

































