Rund 21 Kilometer und eine wichtige BotschaftHalbmarathon im Rückwärtslaufen! Adil Mikou (58) will auf das Thema Inklusion aufmerksam machen

von Emily Krämer

Adil Mikou ist in Köln einen Halbmarathon gelaufen: Rund 21 Kilometer, allerdings nicht vorwärts, sondern komplett rückwärts. Vier Monate lang hat er sich auf diese Herausforderung vorbereitet. Mit seinem Lauf möchte er ein Zeichen für Inklusion setzen.

Idee kam beim 300-Kilometer-Lauf-Training

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Lauf kam Adil Mikou während der Vorbereitung auf einen 300-Kilometer-Lauf. Im Juni lief der 58-Jährige bis nach Frankreich, wo sein Bruder lebt. Auch bei seinem aktuellen Lauf war sein Bruder an seiner Seite, um ihn zu begleiten. Er lief allerdings vorwärts und mit dem Blick auf den Weg gerichtet. Schon im Training hatte Adil Mikou immer wieder rückwärts auf dem Laufband trainiert. Freunde und Bekannte fragten sich, wie weit er wohl auf diese Weise kommen würde. Eine Frage, die den Marokkaner, der seit 1994 in Deutschland lebt, schließlich selbst neugierig machte. Also beschloss er, es herauszufinden.

Zeichen für Inklusion

Adil Mikou läuft den Halbmarathon aber nicht nur aus Spaß. Er möchte eine Botschaft vermitteln: „Ob der Mensch ausgelegt ist, rückwärts zu laufen? Eigentlich nicht. Aber das ist ja der Punkt. Damit will ich dieses Zeichen setzen. Um zu zeigen, wie schwer die Leute, die eine körperliche Einschränkung haben, es im Alltag haben.“

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Rückendeckung vom Seitenrand

Auf die Unterstützung seiner Familie, Freunde und Kollegen kann sich der gebürtige Marokkaner verlassen. Sie stehen hinter ihm und seinem außergewöhnlichen Vorhaben und finden, dass er damit genau den richtigen Weg gegangen bzw. gelaufen ist. Besonders stolz ist seine Tochter Jasmin. Sie fiebert mit ihrem Vater mit und hofft, dass er sein Ziel erreicht. „Ich bin auf jeden Fall stolz auf ihn, dass er es so weit geschafft hat. Das ist natürlich toll, auch für uns. Wir wissen, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat.“