Zwischen Rollatoren und RoboternFachmesse für Altenpflege in Essen
Zwischen Robotern und Rollatoren zeigt eine Messe neue Ideen für die Pflege. In Essen geht es vor allem darum, Personal zu entlasten und mehr Zeit für Patienten zu schaffen.
Bürokram frisst Zeit
Ein Roboter-Prototyp stand am Dienstag (21.04.) in den Hallen der Fachmesse Altenpflege in Essen: Er soll Patienten später einmal Gesellschaft leisten und Pflegekräfte entlasten, denn die haben oft zu wenig Zeit. Zeitdruck haben Pflegekräfte vor allem, weil sie Vitalwerte, Medikamente und viele weitere Dinge schriftlich dokumentieren müssen. Das geht aber auch einfacher, findet ein Unternehmen aus Hildesheim. Es will die schriftliche Dokumentation durch Sprachassistenten beschleunigen, damit wieder mehr Zeit für die Pflege und den Patienten ist.
Hilfe bei der Arbeit
Auch bei der Pflege kann das Personal Unterstützung gebrauchen. Zum Beispiel beim Waschen. Ein Gerät soll die Dusche direkt zum Patienten bringen, damit der in seinem Bett gewaschen werden kann. Damit kann auch anstrengendes Heben für die Pflegekräfte vermieden werden.
Pflege ist ein Knochenjob
Pflegepersonal ist täglich großen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse hatten Altenpflegekräfte 2024 durchschnittlich 33,1 Krankheitstage. Rund 15 Tage mehr als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Fast 1,4 Millionen Pflegebedürftige wurden 2023 von rund 280.000 Pflegern in NRW versorgt - und der Bedarf steigt. Trotzdem soll Pflege kein Luxus werden, sagt zumindest der NRW-Gesundheitsminister, denn, sie geht uns am Ende alle etwas an.

































