Uni Bielefeld untersucht Stress bei FansWM mit späten Spielzeiten – was hat das für Auswirkungen auf unseren Schlaf?
m Donnerstag (11.06.) startet die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Für viele Fans in Deutschland bedeutet das: lange Nächte. Zahlreiche Spiele beginnen erst spät abends oder sogar in der Nacht. Die Universität Bielefeld will nun herausfinden, was diese Belastung mit dem Körper macht.
Schlafmangel für Fußballfans
Für viele Anhänger steht fest: Schlaf wird während der WM zur Nebensache. Trotz später Anstoßzeiten wollen sie sich die Spiele nicht entgehen lassen – auch wenn das bedeutet, am nächsten Tag müde zu sein. Ob man nach einem Spiel schnell einschläft, hängt für viele auch vom Ergebnis ab. Klar ist aber: Die emotionale Aufregung macht es nicht leichter, zur Ruhe zu kommen.
Forschung mit Smartwatch-Daten
Die Universität Bielefeld untersucht das sogenannte „WM-Fieber“ jetzt wissenschaftlich. Fans aus aller Welt können an der Studie teilnehmen – vorausgesetzt, sie besitzen eine passende Smartwatch und stellen ihre Daten zur Verfügung. Gemessen werden unter anderem: Herzfrequenz, Stresslevel, Bewegung und Schlafverhalten. Die Forscher wollen herausfinden, wie stark Fans in spannenden Momenten mitfiebern – etwa bei Elfmeterschießen oder knappen Entscheidungen – und wie lange es dauert, bis sich der Körper danach wieder beruhigt.
Erste Erkenntnisse aus dem Fußball
Schon beim DFB-Pokalfinale im vergangenen Jahr konnten erste Daten gesammelt werden. Das Ergebnis: Fans im Stadion waren deutlich stärker angespannt, mit Pulswerten von mehr als 100 – und das schon lange vor dem Anpfiff. Die Erwartung: Ähnliche Effekte dürften sich auch bei der Weltmeisterschaft zeigen, besonders bei entscheidenden Spielen.
Bier hilft nicht beim Einschlafen
Für viele gehört zum Fußball auch Bier. Doch als Einschlafhilfe eignet sich Alkohol laut Experten nicht. Schlafforscher raten stattdessen: Wer nach einem aufregenden Spiel nicht müde ist, sollte das Einschlafen nicht erzwingen. Besser sei es, zu warten, bis der Körper von selbst zur Ruhe kommt. Die gute Nachricht: Ein gewisses Schlafdefizit lässt sich ausgleichen. Wer weiß, dass ein Spiel spät läuft, kann vorher gezielt schlafen.

































