Julius (16) stirbt nach MesserangriffErstochen im Supermarkt in Lemgo – Angeklagter (33) gesteht die Tat beim Prozessauftakt

von Antonia Schütter

Im Oktober vergangenen Jahres ist ein 16-Jähriger in einem Supermarkt in Lemgo (Kreis Lippe) brutal angegriffen worden. Vor den Augen seiner Freunde stach ein Mann auf den Teenager ein und tötete ihn. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen. Am Donnerstag (19.03.) hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer gestartet.

Eltern des Jungen sitzen Täter gegenüber

Die Eltern von Julius sitzen dem Mann gegenüber, der ihren Sohn getötet hat. Der 16-Jährige wurde in einem Supermarkt in Lemgo (Kreis Lippe) mit einem Messer erstochen. Am Donnerstag (19.03.) ist der Prozess gegen den Angreifer Tobias M. am Landgericht Detmold gestartet. Der Vorwurf: Mord.

Flucht in den Supermarkt

20. Oktober 2025: Julius traf sich mit zwei Freunden vor dem Supermarkt in Lemgo. Als Tobias M. mit dem Messer auf die Gruppe zuging, sollen zwei der Teenies in den Laden gerannt sein. Der Angeklagte verfolgte sie. Im Markt sei es Julius noch gelungen, den Angeklagten zu Boden zu stoßen. Aber dann rutschte er aus. Im Kassenbereich stach der 33-Jährige auf den Jungen ein - vor den Augen der Kunden. Der Schüler war sofort tot.

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Jugendliche sollen Angeklagten provoziert haben

Tobias M. hat die Tat vor Gericht gestanden. Er erzählte, dass die Jugendlichen sich über seinen Laufstil lustig gemacht hätten. Das habe ihn provoziert und wütend gemacht. Er soll bei dem Angriff unter Einfluss von Drogen gestanden haben. Außerdem sei er schizophren und hätte am Tattag eine Stimme gehört. Im Gerichtsaal bat er um Entschuldigung.

Lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes

Im Laufe des Prozesses muss geklärt werden, ob der Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, muss Tobias M. mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Der letzte Verhandlungstermin ist im April.