Hauptzollamt Köln zieht Bilanz für 2025Drogen, gefälschte Ware und illegales Botox – Behörde meldet Rekordfunde
Gefälschte Fußballtrikots, exotische Tierhäute und tonnenweise Drogen – das Hauptzollamt Köln hat im vergangenen Jahr wieder zahlreiche illegale Waren aus dem Verkehr gezogen. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2025 zeigte sich der Zoll zufrieden: Die Ermittler konnten Milliardenbeträge einnehmen und zahlreiche Schmuggelversuche aufdecken. Besonders der Onlinehandel bereitet den Beamten zunehmend Sorgen.
Milliarden für den Staat und tonnenweise Drogen
Das Hauptzollamt Köln blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt konnten fast fünf Milliarden Euro an Abgaben erhoben werden. Damit leiste der Zoll einen wichtigen Beitrag für die Staatskasse von Bund, Ländern und Europäischer Union, erklärte Behördenleiter Frank Denner. Besonders alarmierend: Mehr als 15 Tonnen Drogen wurden im vergangenen Jahr sichergestellt. Der geschätzte Straßenverkaufswert liegt bei rund 300 Millionen Euro. Das entspricht damit einem Fünftel der bundesweit sichergestellten Drogenmengen.
Schmuggler verstecken Drogen in Hanteln
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Flughafen Köln/Bonn, einer der wichtigsten Frachtflughäfen Europas. Täglich treffen dort Pakete aus aller Welt ein – darunter immer wieder auch illegale Lieferungen. Wie kreativ die Täter dabei vorgehen, zeigt ein besonderer Fall aus dem vergangenen Jahr: Schmuggler hatten Ketamin in angeblichen Sporthanteln versteckt. Die Gewichte wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt und enthielten insgesamt vier Kilogramm der Partydroge. Für den Zoll sind solche Funde wichtig, um neue Schmuggelmethoden und Routen besser nachvollziehen zu können. Die Beamten setzen dabei unter anderem auf moderne Detektions- und Spurentechnik.
Illegales Botox wird zum Problem
Seit Jahren beobachten die Ermittler außerdem einen deutlichen Trend: Immer mehr illegale Waren gelangen über den Onlinehandel nach Deutschland. Besonders häufig entdeckt der Zoll inzwischen nicht zugelassenes Botox. Die Präparate stammen oft aus Südkorea, Vietnam oder der Türkei und werden direkt an Privatpersonen verschickt. Hinter den Bestellungen stecken laut Zoll häufig Beautysalons ohne entsprechende Genehmigung. Die Behörden warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken für Verbraucher. Unsachgemäß eingesetztes Botox könne gefährlich werden, betont Christina Krauth, Leiterin des Zollamts am Flughafen Köln/Bonn.
Zoll warnt vor vermeintlichen Schnäppchen
Der Zoll appelliert deshalb an Verbraucher, bei auffällig günstigen Angeboten im Internet vorsichtig zu sein. Besonders bei Produkten aus dem Ausland sollten Käufer prüfen, ob Preise realistisch erscheinen. Für die Ermittler steht fest: Schmuggler entwickeln ständig neue Methoden und Verstecke. Der Kampf gegen illegale Waren und Drogen bleibt deshalb auch in Zukunft eine große Herausforderung.

































