Immer wieder krachte es auf der AutobahnDrei Tote bei Unfällen auf A44 – Glatteis sorgt für gefährliche Straßenverhältnisse
Blitzeis hat die A44 zur Todesfalle gemacht. In kurzer Zeit kam es zu dutzenden Kollisionen. Drei Menschen starben, viele wurden verletzt. Die Polizei warnt weiter vor extrem glatten Straßen.
Laster brennt komplett aus
Die A44 zwischen Marsberg (Hochsauerlandkreis) und Lichtenau (Kreis Paderborn) hat sich in der Nacht zu Freitag (23.01.) in ein Trümmerfeld verwandelt. Gegen 01:30 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Polizei ein. Kurz darauf krachte es immer wieder auf dem Autobahnabschnitt an der Grenze zu Hessen. Insgesamt kam es zu 18 Unfällen in kurzer Zeit. Elf Menschen wurden verletzt, drei verloren ihr Leben. Für den Fahrer eines Transporters kam jede Hilfe zu spät. Er rutschte in einen mit Papierrollen beladenen Lastwagen. Der Laster fing Feuer und brannte vollständig aus. Ursache war plötzliches Glatteis, das die Fahrbahn spiegelglatt gemacht hatte. Rettungsdienst, Feuerwehr und die Polizei Bielefeld rückten mit einem Großaufgebot an.
Helfer rutschen auf glatter Fahrbahn aus
Auch auf der Gegenfahrbahn zeigte sich ein ähnliches Bild. Dort krachte ein Lastwagen in einen anderen Anhänger. Zwei Insassen starben noch an der Unfallstelle. Die Arbeit der Einsatzkräfte zog sich über Stunden hin. Immer wieder mussten neue Gefahrenstellen abgesichert werden. Verkehrsunfall-Aufnahmeteams nahmen Spuren auf und befragten Beteiligte. Ziel war es zu klären, wer wann in wen gefahren war. Besonders schwierig war die Situation wegen der weiterhin glatten Fahrbahn. Selbst Helfer rutschten zwischen den Fahrzeugen aus. Mehrfach musste nachgestreut werden, auch während der laufenden Unfallaufnahme. Die A44 blieb in beiden Richtungen komplett gesperrt.
Blitzeis als Gefahr im Straßenverkehr
Plötzliches Blitzeis gilt als eine der größten Gefahren im Straßenverkehr. Viele Fahrer reagieren instinktiv falsch und verlieren die Kontrolle. Unfallforscher raten dazu, auf der Bremse zu bleiben und das Lenkrad gerade zu halten. Moderne Assistenzsysteme wie ABS und ESP könnten dabei helfen, das Fahrzeug stabil zu halten. In der Nacht kam es neben der Unfallserie zu weiteren kleineren Auffahrunfällen. Hunderte Autofahrer saßen stundenlang in der Vollsperrung fest. Hilfsorganisationen versorgten Betroffene mit warmen Getränken und Essen. Der Deutscher Wetterdienst warnte erneut vor gefährlichen Straßenverhältnissen.


































